Der Takt

Jedes Musikstück wird durch senkrechte Striche (Taktstriche) in kleine Abschnitte (Takte) eingeteilt.

Von den Taktarten

Es gibt verschiedene Taktarten, deshalb wird am Anfang eines jeden Musikstückes die Taktart mit Zahlen angegeben.

Merke: Die obere Zahl wird gezählt.

Der Takt

ist eine regelmäßig wiederkehrende Zeiteinteilung in der Musik. Jedes Musikstück ist durch senkrechte Striche (Taktstriche) in Takte eingeteilt. Am Anfang eines jeden Musikstückes ist angegeben, in welcher Taktart sich das Stück bewegt und wie viele Viertel- oder Achtelnoten und Pausen in den einzelnen Takten enthalten sind.

Bewegt sich das Stück im 4/4 Takt, so setzt man zu Anfang das Zeichen C oder 4/4.

Bei einem ¾ Takt schreibt man 3/4, und bei 2 Viertel setzt man das 2/4 Taktzeichen.

 Enthält jeder Takt nur 3 Achtel Noten, dann schreibt man den 3/8 Takt vor, für 6 Achtel den 6/8-, für 9 Achtel den 9/8-, für 12 Achtel den 12/8 Takt.

Der Sechs- Achtel Takt

Die Verbindung von 2 Drei- Achtel- Takten ergibt den Sechs- Achtel Takt (6/8). Auch hier ist das Achtel Zähleinheit. Wir zählen also von 1-6 durch. Zu beachten ist, dass im 6/8- Takt die Betonung auf der Zählzeit 1 und 4 liegt; die Zählzeit 4 ist aber etwas leichter (weniger betont) als die 1.

Das Wiederholungszeichen

Soll ein Tonstück wiederholt werden, so wird dies durch das Wiederholungszeichen (Doppelstriche mit zwei Punkten) angezeigt.

Soll ein Teil eines Musikstückes wiederholt werden, so wird dieser durch Wiederholungszeichen (=Doppelstrich mit 2 Punkten) eingeschlossen. Am Anfang eines Stückes fällt das Wiederholungszeichen weg.

Es wird Teil a) wiederholt, b) nicht wiederholt, c) wiederholt

D. C. al Fine bedeutet, daß das Stück von Anfang an wiederholt werden soll und zwar bis zum Wort Fine (=Ende).

 

Das Tempo

Unter Tempo versteht man den Grad der Schnelligkeit, in welcher ein Tonstück seinem Inhalt nach gespielt werden soll. In der Musik verwendet man dafür in der Regel italienische Bezeichnungen. Diese Tempomessung ist abhängig von der Empfindung des Musikers. Die gebräuchlichsten sind für:

Langsames Tempo

 

mittleres Tempo

 

schnelles Tempo

Lento

=

sehr langsam

 

Andante

=

gehend, singend

 

Allegro

=

mäßig lebhaft

Largo

=

breit

 

Moderato

=

mäßig bewegt

 

Vivace

=

lebhaft

Adagio

=

ruhig, gedehnt

 

Allegretto

=

sehr bewegt

 

Presto

=

schnell

Das Tempo kann auch absolut gemessen werden, und zwar mit dem Metronom.

Angeblich ärgerte  sich Ludwig van Beethoven stets maßlos, wenn ein dilettantischer Dirigent ein Allegro nicht exakt so schnell dirigierte. wie es der Meister wünschte.
Da kam ihm sein Freund Johann Nepomuk Mälzel gerade gelegen. Der nämlich hatte sich gegen 1810 das Metronom einfallen lassen und ermöglichte damit, dass die Tempi in der Musik nun nicht mehr relativ und subjektiv, sondern messbar und von Komponisten präzise vorgegeben werden konnten.
Zum Dank hat Beethoven den zweiten Satz seiner 8.Sinfonie Johann Nepomuk Mälzel gewidmet. Die von heiterer Freude und hintergründigem Humor gezeichnete Sinfonie hat als zweiten Satz nämlich kein Andante, was typisch wäre, sondern ein Allegretto scherzando, worin der Meister seinen Scherzkanon "Auf den Erfinder des Metronoms" zitiert...

 

Abb.Beethoven, 8.Sinfonie, 2.Satz, Anfang

 

Hier wird z.B. vorgegeben: Viertelnote = 60: Das bedeutet, dass 60 Viertelnoten pro Minute vorkommen, also dauert jeder Viertelschlag exakt eine Sekunde lang.