Virtuosen

 

Ein Virtuose ist jemand, der eine bestimmte Fähigkeit bis zur Perfektion oder mit Hilfe einer besonderen Technik beherrscht. Das Wort, das heute in erster Linie für großartige Musiker und Sänger verwendet wird, gelangte vom Lateinischen (virtus = Tugend, Tüchtigkeit) über das Italienische (virtuoso = fähig) ins Deutsche. Es bezeichnet allgemein das besonders geschickte oder meisterliche Ausführen bestimmter Tätigkeiten, das jedoch meist mit einem gewissen Wagnis verbunden ist und damit die Bewunderung der Zuschauer hervorruft. Niccolò Paganini war ein Virtuose auf der Geige, Franz Liszt und Frédéric Chopin am Klavier.

 

19.Jahrhundert:

Niccolò Paganini
Gestaltung: Ordu Emin, Klaric Kristijan, Christophe Vermeersch 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

 

·         27. Oktober 1782 in Genua geboren

·         war ein italienischer Violinist, Gitarrist und Komponist

·         gilt als der führende berühmteste Geigenvirtuose zu seiner Zeit

·         Sein äußeres Erscheinungsbild und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende

·         Viele Konzertreisen nach Italien, Wien und Prag, Deutschland, Polen, Paris, Großbritannien, Belgien

·         Er litt an Masernenzephalitis aus früheren Jahren und an syphilitisch-tuberkulösen Beschwerden aus mittleren Jahren, die sich in einer Kehlkopftuberkulose mit Aphonie und einer großflächigen Knochennekrose des Unterkiefers mit Zahnverlust manifestierten und mit einem Blutsturz zu seinem Tod führten

·         Sein Arzt vermutete, dass Paganinis Gestalt und die Beschaffenheit seiner Hände mit ihrer großen Dehnbarkeit und der Fähigkeit die Finger zu überstrecken die Grundlage für Paganinis technische Möglichkeiten bildeten

·         Erhalten gebliebener Gipsabguss von Paganinis rechter Hand: seine Finger waren ungewöhnlich lang; Der Mittelfinger des Gipsabgusses hat eine Länge von etwa 7,5 cm.  Die anhand zeitgenössischer Bilder und Beschreibungen erfassten körperlichen Merkmale Paganinis deuten auf das Ehlers-Danlos-Syndrom hin, das ebenfalls zur Überbeweglichkeit der Gelenke führen kann

·         Öfters Unterleibsbeschwerden, insbesondere an Harnblase, Prostata und Dickdarm sowie eine hohe Konzentration von Quecksilber wurden festgestellt.

·         Gestorben am 27. Mai 1840 in Nizza

 

Videos zu Paganini:

Ausschnitte

Concierto de violin

Caprice #24 di Paganini by Jascha Heifetz

 

Quellen:

www.wikipedia.org

www.youtube.com

http://www.paganini.com/nicolo/nicindex.htm

 

Franz Liszt

Gestaltung: Julian Duregger 8Pdes BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

 

Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding / Doborján im heutigen Burgenland, geboren. Liszt war Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, und Musiklehrer. Unteranderem zählte er zu  den prominentesten Klaviervirtuosen  und war einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Liszt komponiert in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen und war ein Wegbereiter der „programmatischen Musik“ (sinfonische Dichtungen).

Kindheit:

Mit 7 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht bei seinem Vater und war ein sehr begabter Schüler. Später spielte er um sich sein Stipendium finanzieren zu können. 1823 siedelte er nach Paris, wo er seine Studien fortsetzte.

Karriere:  Sein Ruhm als virtuoser Pianist wuchs unaufhaltsam und er kam mit vielen berühmten Persönlichkeiten zusammen, u.a. mit Fr. Chopin, N. Paganini, H. Berlioz und R. Wagner.  1847 ging Liszt nach Weimar wo er sich als Hofkapellmeister Verdienste um die Förderung zeitgenössischer Musik erwarb. 1861 ging er nach Rom wo er 1865 die Weihen eines Abbé empfing.

Lebensende: Während seiner letzten Lebensjahre war Liszt in Rom und Budapest tätig und unternahm viele Reisen. Franz Liszt reiste sehr viel in ganz Europa umher. Am 31. Juli 1886 stirbt Franz erschöpft und krank in Bayreuth. Franz Liszt war ein berühmter Klavier-Virtuos und Komponist in der Hochromantik.

Werke:

Orchesterwerke (13 symphonische Dichtungen)

Werke für Klavier und Orchester

Klavierwerke, Orgelwerke

 

Liebestraum

Liszt:Hungarian Rhapsody N.15:Rakoczy March

2010 Liszt Klavierkonzert Nr. 2 - 2/2 Sommernachtskonzert 2010 Schönbrunn

 

Frederic Chopin

Gestaltung: Maria Dinh und Nicole Berger 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

 

Der am 4. März 1810 in Zelazowa Wola bei Warschau geborene Frédéric Chopin war Sohn eines Franzosen und einer Polin. Bereits im Alter von vier Jahren begann er Klavier zu spielen. Mit sieben Jahren veröffentlichte er seine erste Komposition (Eine Polonaise). Noch als Kind durfte er dem russischen Zaren vorspielen.
In seinen Kompositionen verleiht er den Stücken volkstümlichen Charakter durch Verwendung von ungewöhnlichen Harmonien aus der Zigeunermusik. 1837 lernte er die Schriftstellerin George Sand kennen, die ihn auf eine Genesungsreise nach Mallorca begleitet hat. 1847 endete die Beziehung. Er kehrte im darauffolgenden Jahr nach seiner letzten Konzertreise (London und Schottland) todkrank nach Paris zurück. Am 17. Oktober 1849 verstarb er.
Chopins Kompositionen sind stark von den rhythmischen und melodischen Eigenheiten der polnischen Volksmusik geprägt. Als Komponist ist er Begründer eines bis dahin nicht gekannten Klavierstils. Der romantische Charakter seiner Musik ist vor allem durch hohe Virtuosität gekennzeichnet. 
Er veröffentlichte zahlreiche Kompositionen, darunter waren zwei Klavierkonzerte in f-moll und e-moll sowie 60 Mazurken, 27 Etüden, 25 Préludes, 20 Nocturnes, 16 Polonaisen, drei Klaviersonaten und 17 polnische Lieder. Er wurde wegen seiner Virtuosität und seiner Improvisationskunst als „Nachfolger Mozarts“ bezeichnet und beeinflusste die Klaviermusik bis ins 20. Jahrhundert.

 

Einige Werke:

Chopin - Polonaise in A, Op.40 No.1, ' Military '

Chopin Polonaise No.6 op.53 Cyprien Katsaris

Chopin - Lang Lang - Valse Brilliante

 

 

20. Jahrhundert:

Interpreten aus Klassik und PopRockJazz-Bereich

 

Gitarre

Gary Moore

Gestaltung: Michael Sendlhofer, 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

 

 

Robert William Gary Moore (4. 4. 1952 - 6. 2. 2011) wächst in mit seinen 4 Geschwistern in Belfast auf. Auf Grund der schwierigen Verhältnisse in seiner Familie, verlässt er das Elternhaus mit 16 Jahren. Er ging nach Dublin wo er gemeinsam mit seinem Freund Phil Lynott sein erstes Geld mit Musik machte. Er schloss sich immer wieder für kurze Zeit bei diversen Bands mit Lynott und anderen Musikern an. In der Folge arbeitete und produzierte er zusammen mit Musikgrößen wie Andrew Lloyd Webber und Gary Boyle.

Danach arbeitete er ausschließlich als Solokünstler. Jetzt als Gitarren-Virtuose etabliert, widmete sich Moore Anfang der 80er Jahre zunehmend dem Hard Rock und Heavy Metal. Er arbeitete weiter mit verschiedenen Musikern zusammen, darunter auch Lynott mit dem er bis zu dessen Tod eine enge Freundschaft pflegte, schloss sich jedoch keinen Bands mehr an.

Ab 1990 veränderte er seinen Stil wieder eher in Richtung Blues und es kam in weiterer Folge zu Projekten mit den ganz großen dieser Branche (George Harrison, B.B. King, Eric Clapton, …). Er veröffentlichte noch viele Alben, auf denen er teilweise auch sehr viel mit anderen Stilen und Musikrichtungen experimentierte. Am 6.2.2011 wird er tot in einem Hotelzimmer im spanischen Estepona (Costa del Sol) aufgefunden. Die Todesursache soll ein Herzinfakt während des Schlafes gewesen sein.

 

Seine unendlich lang erscheinende Diskographie kann man hier genauer betrachten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Moore

 

Auswahl seiner erfolgreichsten Songs:

Gary Moore – Still got the Blues

Gary Moore with Phil Lynott - Parisienne Walkways (live)

Gary Moore Empty Rooms Live 1987 His Best Guitar Solo

 

Pepe Romero

Yngwie Malmsteen

 

Violine

David Gerrit

David Garrett breaks violin world speed record

 

Klavier

Lang Lang

Gestaltung: Florian Oberreiter und Julian Spreng, 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

Lang wurde am 14. Juni 1982 in Shenyang geboren.

Seine Faszination für die Musik entspringt der Fernsehserie Tom und Jerry, in welchem er Tom ein Klavier spielen sah. Mit 3 Jahren begann sein Klavierunterricht.

Mit neun Jahren begann er ein Musikstudium, mit elf gewann er seinen ersten internationalen Preis.

Sein Durchbruch fand 1999  bei dem Galaxy of Stars des Ravinia Festivals statt.

Sein pianistisches Handwerk ist ausgereift, auch in schnellen Passagen klingt sein Klavierspiel sicher und mühelos. Sein Ton ist gerundet, sein Klang farbig, die dynamische Palette vielfältig.

Neben vielen anderen Auftritten spielte am 27. Januar 2006 in der Großen Halle des Volkes in Peking zum 250. Geburtstag Mozarts dessen c-Moll-Konzert.

Außerdem spielte er am 10. Dezember 2009 in Oslo bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama.

Lang Lang bei Wetten dass

 

Dave Brubeck

Gestaltung: Sebastian Taubner, 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

 

David Warren Brubeck amerikanischer Pianist, Komponist und Band-leader (Quartett). Brubeck bewegt sich im Genre des Jazz.

 

Er wurde 1920 in Concord, Kalifornien, als Sohn eines Viehzüchters und einer Klavierlehrerin geboren. Durch seine Mutter, der Klavierlehrerin, kam er dazu mit 4 Jahren bei ihr Unterricht am Klavier zu nehmen. Anfangs studierte er noch Tiermedizin, dann jedoch begann er mit dem Musikstudium. Als aufkam, dass Brubeck eigentlich gar keine Noten lesen könnte, wurde er beinahe des Studiums verwiesen, jedoch setzten sich einige Professoren für ihn ein und so konnte er, mit dem Versprechen nie Klavierunterricht zu geben, sein Studium abschließen.

1949 startete er ein Trio, das aber dann zum Quartett erweitert wurde. 1954 erschien er im Time Magazine auf dem Titelbild.

Brubeck sagte einige Konzerte und Auftritte ab, da die Veranstalter gegen seinen afroamerikanischen Bassisten waren.

Er hatte Auftritte an der Berliner Mauer, so wie auch im Weißen Haus. Auf Grund der unüblichen Taktarten, wurden seine Platten nur widerspenstig veröffentlicht.

 

Brubeck war ursprünglich ein klassischer Pianist, der Jazz spielte.

 

"Blue Rondo A La Turk“ in 9/8

"Unsquare Dance“ in 7/4

"Take Five" in 5/4

 

Art Tatum

Yesterdays

Tiger Rag

 

Oscar Peterson

 

Bläser:

Charlie Parker: Saxophon

Dizzy Gillespie

Gesang:

Bobby McFerrin

Gestaltung: Christian Müller, 8i des BRG Salzburg Akademiestrasse 19, Schuljahr 2010/2011

Bobby McFerrin wurde am 11. März 1950 in New York geboren. Er stammt aus einer sehr  musikalischen Familie. Sein Vater war der erste schwarze Opernsänger an der Metropolitan Opera in New York. Von der Musik war McFerrin schon als Kind begeistert.  Obgleich er auch für andere Instrumente großes Interesse hatte saß er schon als Kind am liebsten Klavier.  Schon im Alter von 6 Jahren begann Bobby McFerrin Musikunterricht zu nehmen, im Rahmen dessen er sich unter anderem das Klavierspiel aneignete.  Doch es sollte noch Jahre dauern, bis Bobby McFerrin wirklich herausfand, wo seine Berufung lag. Erst im Alter von 27 Jahren entdeckte er seine Fähigkeit, alle Instrumente mit seiner Stimme zu improvisieren. Seinen ersten Plattenvertrag bekam McFerrin im Jahre 1981.  Sein Debütalbum: Bobby McFerrin wurde ein großer Erfolg. 

 

Gerade der schnelle Wechsel zwischen Brust(übliche Register der Sprechstimme)- und Falsettstimme (basisbezogener, weicher Ton)  machten seinen Gesang einzigartig und Bobby McFerrin schnell in der Musikwelt bekannt.

1985 erhielt er für sein Album: Another Night In Tunisia zwei Grammies. Einen Hit landete er mit dem Song: Don’t Worry, Be Happy. Die eingehende Melodie lud sofort zum Mitsingen ein und wurde weltweit bekannt. Schon 1990, also 8 Jahre nach Beginn seines Schaffens, erhielt Bobby McFerrin einen Grammy für sein Lebenswerk. Heute arbeitet er mit bekannten Jazz-Musikern wie Chick Corea oder klassischen Musikern wie dem Cellisten Yo-Yo Ma zusammen.

Bobby McFerrin - Concert Solo

Don’t worry be happy”

Pentatonik

Bach

Mozart: Eine kleine Nachtmusik

 

Swingle Singers - Bach