Melodie:

Unter „Melodie“ versteht man die sinnvolle Abfolge hintereinander gereihter Töne.

Die Melodie hat einen für die Zuhörer logischen Abschluss.

Markante kurze Teile der Melodie nennt man Motiv, dieses kann in verschiedenen Tonhöhen transponiert vorkommen und auch in umgekehrter oder gespiegelter Form auftauchen.

 

Abhängig von der Stilepoche, der Zeit oder von der Musikart spielt eine Melodie eine meist wichtige Rolle. Speziell in der experimentellen Form von Musikarten des 20.Jahrhunderts kommt allerdings keine für alle erkennbare Melodie vor, oder sie wird anders genannt. Vergleiche die „Reihe“ in der Zwölfton- oder in der seriellen Musik, die melodiefreie Form des Freejazz aber auch die „unendlichen Melodien“ des Impressionismus oder die durchkomponierten Form bei Richard Wagner.

Zeitelemente:

Rhythmus:

Unter Rhythmus versteht man das Verhältnis der verschiedenen Notenwerte zueinander. Notenwerte sind die Ganze Note, Halbe Note, Viertel Note, Achtel Note, Sechzehntel- oder Zweiunddreißigstel Note. Weiters  auch die punktierten Noten, wobei der Punkt die Note um jeweils ihre Hälfte verlängert.

Rhythmus kann „treiben, drängen, pulsieren …)

Takt:

Es gibt gerade 2/4, 4/4 Taktarten und ungerade Taktarten ¾, sowie zusammengesetzte Arten wie zB. 5/4 (entweder 2+3 oder 3+2) oder auch 7/4 (2+2+3 oder Variationen)

Der Zähler der Bruchzahl gibt die Anzahl der jeweiligen Schläge an, der Nenner die gezählte Einheit, also Achtel, Viertel oder Halbe.

Tempo:

Das Tempo wird mit einem Metronom gemessen. Man gibt dabei die Anzahl der Schläge pro Minute an. Wenn die Viertelnote 60 ist, bedeutet das, dass jeder Schlag genau eine Sekunde dauert.

Das Gerät wurde von Nepomuk Mälzel im Jahr 1815 in Wien gebaut, heute ist es in elektronischer Form am Markt. Vor dieser Möglichkeit das Tempo genau festzulegen verwendete man italienische Fachausdrücke um das Tempo eines Stückes zu beschreiben.

Häufig vorkommende Tempobezeichnungen sind:

Largo – sehr langsam

Adagio – sehr langsam

Andante – gehendes, langsames Tempo

Moderato – mittleres gemäßigtes Tempo

Allegro – schnelles Tempo

Vivace – lebendiges flottes Tempo

Presto – sehr schnelles Tempo

Harmonie:

Unter Harmonie versteht man die untereinander notierten Tonhöhen, also die gleichzeitig zusammen klingenden Töne.

Lange Zeit war die Musik einstimmig (gregorianischer Choral im Mittelalter), später  bzw. auch schon parallel in der Volksmusik waren sogenannte (Bordunbegleitung = ständig gleichbleibender Basston) oder parallel verlaufende Melodien in Quarten oder Quinten üblich.

Später setzte sich das bis heute weit verbreitete System von Dur und Molldreiklängen durch.

Das harmonische Dur/Mollsystem wurde in weiterer Folge erweitert durch chromatische Töne, (tonleiterfremde Töne) die der Musik zusätzliche Klangfarbe verliehen. In der Zwölftonmusik wurden alle zwölf chromatischen Töne als gleichberechtigt behandelt und konnten auch alle zeitgleich verwendet werden. Mit der Entwicklung der elektronischen Klänge wurden zum Zusammenklang von Tönen auch noch bislang unbekannte Geräusche verwendet.

 

Instrumentierung:

Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit in der Musik bietet sich des weiteren noch durch die Art und Anzahl der verwendeten Instrumente.

Diese wird durch den Komponisten oder einen Arrangeur festgelegt.

Während im 18. Und 19. Jahrhundert Komponisten in Sinfonien, Konzerten oder Sinfonischen Dichtungen mit ihre jeweiligen Instrumentierung eine Stimmung erzeugten oder eine Handlung oder einen anderen Inhalt beschrieben übernahmen im 20.Jahrhundert viele Filmmusikkomponisten deren Tätigkeit und unterstützen Filmhandlungen und Szenen mit ihrer Musik und einer bestimmten Klangfarbe durch die Auswahl unterschiedlicher Instrumente. Neue Klangfarben ergaben sich auch durch die Verwendung von instrumentalen Extrembereichen und der neuen elektronischen Klänge.