Phantom der Oper  Film von Joel Schumacher, Regie und Andrew Lloyd Webber, Buch und Musik.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Phantom_der_Oper_(Musical)

 

Entstehung:

Das Phantom der Oper wurde vom französischen Schriftsteller und Journalisten Gaston Leroux geschrieben. Im Originalen heißt die Oper bzw. das Buch Le Fantome de l’Opéra. 1911 wurde der Roman veröffentlicht. Der Roman wurde mehrfach verfilmt und es existieren vier Bühnenfassungen. Die bekannteste Verfassung ist das Musical von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe, der 2004 produziert wurde.

 

Schauplatz und Zeit:

Der Roman spielt in Paris (Pariser Oper) im Jahre 1877. Das Phantom der Oper wohnt in einem labyrinthartigen Wasserspeicher unterhalb der Oper.

 

Personen und DarstellerInnen:

Erik, Phantom: Gerard Butler

Ein im Gesicht entstelltes Kind, wurde als „Sohn des Teufels“ von Zirkusleuten ausgestellt und misshandelt und schließlich von Madame Giry , der Mutter des Chormädchens Meg in die Pariser Oper gebracht.  Er siedelt sich in den Kanälen unter der Oper an, fordert ein hohes Jahresgehalt und die ständige Reservierung der Loge Nr.5. Der Darsteller von dem Phantom war kein ausgebildeter Sänger, er sang lediglich in einer Band.

Christine Daaé: Emmy Rossum  (bei den Dreharbeiten erst 17 Jahre alt)

Tochter des berühmten schwedischen Geigers Gustav Daaé, Chormädchen und schließlich auf „Befehl“ des Phantoms Gesangssolistin an der Oper.

Raoul / Vicomte de Chagny: Patrick Wilson

Jugendfreund von Christine, neuer Mäzen der Oper

Carlotta: exzentrische Primadonna der Oper, droht ständig, alles hin zu schmeißen.

Madame Giri: Mutter von Meg.

Meg Giri: Chormädchen, Tochter von Madame Giri und Freundin von Christine

 

Produktion

Drehbuch:                          Andrew Lloyd Webber

Joel Schumacher

Produktion:                       Andrew Lloyd Webber

Musik:                                 Andrew Lloyd Webber

 

Budget:

Das Budget des Filmes betrug 60 Millionen US-Dollar

Nominierungen:

o   Golden Globe

§  Bester Film (Komödie/Musical)

§  Beste Hauptdarstellerin (Komödie/Musical)

§  Bester Originalsong

o   Oscar

§  Beste Ausstattung

§  Beste Kamera

§  Bester Originalsong

Effekte:

·         Viele der Effekte wurden via Computertechnik realisiert. („alte“ Bilder, der Opernsaal, die „verstaubte“ Oper…)

·         Der Innenraum der Pariser Oper wurden für die Verfilmung eins zu eins nachgebaut, sämtliche Logen und Verzierungen mussten gebaut werden (Statuen), dies war ein riesiger technischer Aufwand. Für die Darstellung der unterirdischen Katakomben wurde eine Kanallandschaft gebaut. Schienen unter Wasser ziehen die Boote auf den richtigen Bahnen entlang und Säulen erheben sich aus dem Wasser. Die gesamten Aufbauten wurden in  einer Halle unter Wasser gesetzt.

·         Es wurden von der österreichischen Firma Swarowski extra zwei Kronleuchter konstruiert, wovon der eine mit abertausenden Swarowski-Steinen geschmückt war und der andere nur aus Metall bestand. Die Zerstörung des Lüsters konnte nur ein einziges Mal gedreht werden, da nur ein vollständiger Lüster vorhanden war.

·         Die Bühnenbilder der drei Opern, die im Handlungsverlauf vorkommen, sowie der Friedhof, in dem eine Szene spielt, wurden aus präparierten Holz und Kartonelementen nur  für den Film hergestellt und anschließend wieder abgerissen.

·         Unzählige Kostüme waren erforderlich: Drei verschiedene Opern wurden im Film eingebaut, deren Stil jeweils andere Kostüme erforderten, weiters hatten die SchauspielerInnen die jeweils eigenen zeitgenössischen Kostüme an.

 

Songs:

Proben zu "Hannibal", Denk an mich, Engel der Lieder (Engel der Muse), Liebes Lottchen/ Der Spiegel, Das Phantom der Oper, Die Musik der Dunkelheit (Die Musik der Nacht, Eine Aufführung der Oper "Il Muto", Mehr will ich nicht von dir, Maskenball, Eine musikalische Probe zu "Don Juan, der Sieger", Könntest du doch wieder bei mir sein, Don Juan, der Sieger, Der letzte Schritt (Von nun an gibt es kein zurück)

 

Handlung:  {In Klammern Titel der Lieder}

Akt I

Prolog - Paris 1905

In der Pariser Oper findet eine Auktion statt, bei der Requisiten aus vergangenen Tagen versteigert werden. Zur Versteigerung kommt mit der Losnummer 665 zunächst „eine Spieluhr aus Pappmaché in Form einer Drehorgel. Darauf die Figur eines Äffchens in persischer Tracht, das die Zimbeln schlägt.“. Raoul, 70 Jahre alt, ersteigert dieses Stück, welches man in den Kellergewölben der Oper fand, für 30 Franc. Er sinniert, dass sie (Christine) ihm von genau dieser Figur erzählt hat. Als nächstes wird mit der Losnummer 666 der einst zerbrochene Kronleuchter aus dem Zuschauerraum der Oper aufgerufen. Um die anwesenden Bieter von der Güte der Reparatur zu überzeugen, erstrahlt dieser in hellem Licht und wird unter den pompösen Klängen der Ouverture von der Bühne zur Decke über dem Zuschauerraum hinauf gezogen.

 

Paris 1871

Proben zur Oper „Hannibal“ von Chalumeau; während der Arie von Carlotta stürzt ein Teil der Kulisse ein. Carlotta weigert sich weiter zu singen. Das Chormädchen Christine wird als Ersatz vorgeschlagen. Sie singt zunächst vor, und während des Liedes wechselt die Szenerie zur Uraufführung {Think of me}. Raoul sitzt in der Loge und ist verblüfft, Christine zu sehen. Nach dem Auftritt geht Christine zur Garderobe und hört die Stimme des Phantoms. Meg Giry ist ihr gefolgt und Christine erzählt ihr, wie sie der Engel der Lieder gelehrt hat zu singen {Angel of Music}. Nach der Vorstellung besucht auch Raoul Christine in ihrer Garderobe und beglückwünscht sie zu ihrem Erfolg. Beide kennen sich noch aus Kindertagen und treffen sich erstmals seit langer Zeit wieder. Raoul, mit dem sie als Kind oft auf dem Dachboden des Elternhauses gespielt hat, erklärt ihr seine Zuneigung {Little Lotte, Einschub in Angel of Music}. Sie wissen nicht, dass sie dabei vom Phantom beobachtet werden, welches sich ebenfalls in Christine und ihre Stimme verliebt hat.

Nachdem Christine wieder alleine in ihrer Garderobe ist, hört sie erneut die Stimme des Engels der Lieder. Wütend vor Eifersucht offenbart der Engel Christine seine wahre Identität als das Phantom der Oper {Schluss Angel of Music, geht nahtlos in The Phantom of the Opera über} und nimmt sie in einem leidenschaftlichen Duett mit hinab in die Kellergewölbe des Opernhauses. Im Versteck des Phantoms angekommen, singt es für Christine von seiner Liebe zur Musik {The Music of the Night; „you alone can make my songs take flight, help me make the music of the night“}, zeigt ihr eine Nachbildung ihrer Selbst - eine Puppe im Brautkleid - worauf sie in Ohnmacht fällt. Christine erwacht wieder und sieht sich um. Sie entdeckt eine Spieluhr aus Pappmaché in Form einer Drehorgel (vgl. Prolog). Das Phantom sitzt an der Orgel und komponiert. Völlig in seine Arbeit vertieft bemerkt es nicht, wie Christine sich an ihn heranschleicht. Christine reißt ihm seine Maske herunter und sieht sein Gesicht, das Publikum sieht es jedoch nicht. Nach einem Ausbruch von wildem Zorn und Trauer {Stranger than you Dreamt it}, den Christine mit einem ersten Hauch von Mitgefühl beantwortet, bringt das Phantom sie zurück in ihre Garderobe.

Der Bühnenmeister Joseph Buquet erzählt den Ballettmädchen Schauergeschichten vom Phantom. Die verängstigten Mädchen lauschen gespannt seiner Beschreibung: Eine Haut wie Pergament und unter den Augen ein schwarzes Loch, wo sonst eine Nase sein sollte. Wenn man dem Phantom begegnet, solle man besser aufpassen und die Hand immer auf Augenhöhe halten, denn sonst fängt er einen mit seinem „Zauberlasso“, ein Punjab-Lasso (eine dünne Schlinge aus Katzendarm, auch „Indisches Lasso“ genannt), ein. Hält man die Hand auf Augenhöhe, umschließt die Schlinge nur den Arm und man kann sich so wieder aus ihr befreien. Das Phantom erscheint mit Christine, die Ballettmädchen fliehen, das Phantom starrt Bouquet an und geht. Giry hat alles beobachtet und rät Bouquet zu schweigen {Magical Lasso}.

Firmin, André, Raoul und Carlotta haben Briefe erhalten, unterzeichnet mit O.G., Opera Ghost. Darin wird gefordert, dass Christine auch weiterhin die Rollen von Carlotta übernehmen soll. Carlotta schäumt vor Wut. André und Firmin versuchen Carlotta zu bewegen, zu bleiben {Primadonna}. Die Stimme des Phantoms droht, wenn seine Forderungen nicht erfüllt würden, werde ein Desaster geschehen.

Aufführung „Il Muto“ von Albrizzio; Carlotta singt die Hauptrolle, Christine hat die Rolle des stummen Pagen. Das Phantom ärgert sich, dass seine Weisungen nicht befolgt werden. Unter dem Gelächter des Phantoms bringt Carlotta in der Folge nur noch ein Gequake über die Lippen. André und Firmin beruhigen das Publikum und künden an, dass die Aufführung mit Christine in der Hauptrolle weitergehen wird. Während des vorgezogenen Balletts fällt der erhängte Bouquet von oben herab auf die Bühne. Christine und Raoul fliehen aufs Dach. Christine hat panische Angst vor dem Phantom, Raoul versucht, sie zu beruhigen. Sie gestehen sich ihre Liebe und Raoul verspricht ihr, sie zu beschützen {All I ask of you}. Das Phantom hat die Szene beobachtet und ist außer sich vor Wut („you will curse the day you did not do all that the Phantom asked of you“). Es erscheint hoch über der Bühne und bringt den Kronleuchter zu Fall, der spektakulär auf die Bühne fällt.

Akt II

sechs Monate später

Maskenball zu Neujahr, André und Firmin freuen sich auf das neue Jahr {Masquerade}. Das Phantom ist natürlich nicht eingeladen, erscheint aber trotzdem stilvoll als Roter Tod verkleidet. Es gibt sich zu erkennen und übergibt den Direktoren seine neuste Komposition, die Oper „Don Juan, der Sieger“.

Raoul stellt Giry. Sie erzählt ihm, dass sie vor Jahren auf dem Jahrmarkt ein Kind, eingesperrt in einem Käfig, gesehen hatte, eingesperrt, weil es ein entstelltes Gesicht hatte. Dann konnte es fliehen. Raoul vermutet, dass dieses Kind nun das Phantom sei, doch Giry meint, sie hätte schon zu viel gesagt.

Wieder stellt das Phantom in Briefen Forderungen an die Direktion, dieses Mal bezüglich seiner Oper Don Juan, der Sieger. So soll Christine die weibliche Hauptrolle der Aminta übernehmen, Carlotta lediglich eine Nebenrolle. Raoul und die Direktoren planen, dem Phantom bei dieser Aufführung eine Falle zu stellen: In der Annahme, dass das Phantom anwesend sein werde, wenn Christine singt, wollen sie es fangen und unschädlich machen. Die nun folgenden Proben zur Oper des Phantoms verlaufen chaotisch.

Ängstlich flüchtet Christine auf den Friedhof, zum Grab ihres Vaters, von dem sie sich Trost erhofft und Hilfe, sich von den Kindheitsträumen zu lösen {Wishing you were somehow here again}. Doch auch auf dem Friedhof erscheint erneut das Phantom und versucht, sie wieder in seinen Bann zu ziehen. Doch der plötzlich auftauchende Raoul kann Schlimmeres verhindern. Beim Zweikampf verschont Raoul das Phantom, das Phantom schwört Rache.

Während der Aufführung des letzten Aktes seiner Oper ermordet das Phantom den Hauptdarsteller Ubaldo Piangi, nimmt völlig unerkannt dessen Platz als Don Juan ein und singt das Duett mit Christine {Past the Point of no Return}. Das Phantom nimmt zu der Melodie von „All I ask of you“ einen Ring vom Finger und Christine steckt ihn sich an. Der tote Piangi wird entdeckt. Christine demaskiert das Phantom auch für das Publikum sichtbar. In der Oper entsteht ein großes Durcheinander, welches es dem Phantom ermöglicht, zu fliehen und Christine erneut in sein Versteck in den Katakomben der Oper zu entführen. Raoul folgt den beiden mit Hilfe von Giry, doch diese traut sich nicht so tief in die finsteren Keller hinab. Raoul geht alleine weiter und wird vom Phantom gefangen. Dieses stellt Christine nun vor die Wahl: Entweder sie verbringt den Rest ihres Lebens zusammen mit dem Phantom und Raoul wird freigelassen, oder Christine kann in Freiheit leben und Raoul muss sterben. In einem Terzett macht sich jeder der drei Gedanken zu der entstandenen Situation. Schließlich fordert das Phantom Christine auf, sich zu entscheiden. Christine entschließt sich in einem Anflug von Mitleid, das Phantom zu umarmen und küsst es auf den Mund. Die Verfolger kommen näher. Das Phantom weist Raoul an, zu verschwinden und Christine mitzunehmen. Man hört, wie Christine und Raoul sich zur Melodie von „All I ask of you“ entfernen und das Phantom sieht ihnen mit dem veränderten Zitat nach: „You alone can make my songs take flight – it’s over now, the music of the night“. Es setzt sich auf den Thron und als die Verfolger ankommen, verschwindet es unter seinem Mantel. Meg Giry erreicht den Thron und nimmt die zurückgebliebene Maske mit der Hand auf.