Amadeus

Dieser Beitrag wurde als Gruppenarbeit von SchülerInnen der 7P 2010/2011 am BRG Salzburg, Akademiestrasse 19 gestaltet. Es waren beteiligt: Juliane Dallinger und Anna Firsova, Christoph Bayrhammer, Philipp Braschel, Georg Buttinger, Jakob Gruber, David Sallaberger und Philip Haber            
Filmdaten
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Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1984
Länge: 160 Minuten
Regie: Miloš Forman
Drehbuch: Peter Shaffer
Produktion: Saul Zaentz
Kamera: Miroslav Ondříček
Besetzung:

o   F. Murray Abraham: Antonio Salieri

o   Tom Hulce: Wolfgang Amadeus Mozart

o   Elizabeth Berridge: Constanze Mozart

o   Simon Callow: Emanuel Schikaneder

o   Roy Dotrice: Leopold Mozart

o   Jeffrey Jones: Kaiser Joseph II.

Der Film wurde für 11 Oscars nominiert, von denen er 8 gewann. Zusätzlich gewann er mehrere Golden Globes und andere internationale Filmpreise.

 

Handlung:

Der Film beginnt mit dem Selbstmordversuch Salieris, den er jedoch überlebt. In der Folge erzählt er dann einem Priester seine Geschichte über Mozart.

1781 zieht Wolfgang Amadeus Mozart von Salzburg nach Wien um, wo sich Kaiser Joseph II. an den Auftritt des Wunderknaben im Jahr 1762 erinnert und überlegt, ob er bei dem Komponisten ein Singspiel in Auftrag geben soll. Anlässlich der Audienz Mozarts spielt der Kaiser persönlich ein Klavierstück seines Hofkomponisten und -kapellmeisters Antonio Salieri. Mozart wiederholt das Stück aus dem Gedächtnis und nicht nur das: er verbessert die Komposition auch gleich noch entscheidend.

 

Er vergleicht seine eigene Jugend mit der Jugend  Mozarts, Salieri schwärmt von seiner Beliebtheit am Wiener Hof, bis schließlich Mozart als sein Konkurrent auftauchte. Als er Mozart das erste Mal sieht, ergreift ihn sofort Eifersucht, da er Mozarts Genialität erkennt und sich seiner eigenen Mittelmäßigkeit bewusst wird.

Mozart erhält den Auftrag von Kaiser Joseph II  eine Hofoper zu komponieren. Diese wird ein großer Erfolg.

 

Antonio Salieri zürnt Gott: Wieso gab dieser ihm das brennende Verlangen, Gott durch herrliche Musik zu preisen, wenn er ihm doch nicht mehr als eine durchschnittliche Begabung zukommen ließ, gerade so viel, dass er Genie Wolfgang Amadeus Mozarts zu erkennen vermag? Wieso machte Gott nicht ihn, sondern diesen infantilen, leichtfertigen, obszönen Flegel zum Genie? Salieri beschließt, sich Gott in den Weg zu stellen und Mozart zu vernichten. Mit der gleichen Maske vor dem Gesicht, welche Leopold Mozart beim Maskenball trug bietet er dem von Schulden Geplagten viel Geld für ein Requiem.

Um neben seiner Verpflichtung für Emanuel Schikaneder die Spieloper „Die Zauberflöte“ zu schreiben auch das Requiem rechtzeitig fertigzustellen, arbeitet Wolfgang Amadeus Mozart Tag und Nacht.

Schließlich bricht er gezeichnet von Krankheit und Erschöpfung nieder. Bis kurz vor seinem Tod diktiert er noch seinem vermeintlichen Freund Salieri das Requiem bis zu seiner Fertigstellung. Seine von einer Kur heimkehrenden Frau Constanze findet ihn tot auf. In einem anonymen Massengrab vor den Toren der Stadt wird er verscharrt.

 

Vergleich Realität & Film:

Im Film wird Salieri als neidiger Komponist dargestellt, der nie an Mozarts Erfolg herankommt, und auch das Konkurrenzdenken zwischen den beiden war nicht so stark ausgeprägt, wie im Film gezeigt. Salieri hatte den besseren Posten und war in Wien hoch angesehen.

 

Im Film wird Mozart als dümmlicher Clown dargestellt. Besonders sein lautes, freches Lachen fällt sehr stark auf. Seine Briefe jedoch deuten auf anderes hin, denn oft schrieb er über ernste Themen wie den Tod oder die Klassengesellschaft. Außerdem sprach Mozart einige Fremdsprachen und beschäftigte sich unter anderem mit Literatur.

 

Franz Graf von Walsegg gab ein Requiem für seine Frau in Auftrag, und wollte dabei geheim bleiben um es später als seine eigene Komposition ausgeben zu können. Im Film hören wir Salieri, der Mozart den Auftrag gibt.

 

In einer Szene des Films diktiert Mozart Salieri das Requiem, während er im Sterben liegt. Doch in Wahrheit schrieb Mozart den ersten Teil selbst auf, nur das Ende wurde nach Mozarts Tod von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr vervollständigt. Auch starb Mozart erst einige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte, nicht am nächsten Tag.

 

Im 18. Jahrhundert wurden Opern von Konzertmeistern dirigiert. Die Komponisten unterstützten nur die ersten Aufführungen am Cembalo oder Fortepiano. Außerdem hat Constanze Mozart nicht nach einem Streit verlassen sondern musste krankheitsbedingt zur Kur nach Baden.


Salieri war durchaus kein Einzelgänger, er wurde Zeitzeugen zufolge sogar als freundlicher Mensch geschätzt und hatte mit seiner Frau Theresia Helferstorfer acht Kinder.
Mozart hatte eine Begabung für die Musik, und auch seine Fähigkeit die Musik zu denken bevor er sie Niederschrieb war von Vorteil.


Auch wurde Mozart nicht aus finanziellen Gründen in einem Armengrab beigesetzt sondern weil es die damalige übliche Bestattungsweise war. Constanze brachte niemals heimlich Mozarts Noten zu Salieri. Auch die Dienstmagd welche für Salieri spionierte wurde komplett erfunden.

 

Die Hochzeit fand im Wiener Stephansdom statt und nicht in einer kleinen Kirche.
Mozart hatte insgesamt 6 Kinder (4 starben im Säuglingsalter). Im Film sieht man ausschließlich einen Sohn. Karl Thomas und Franz Xaver sind jene Söhne die länger überlebt haben.