SUITE:

Die schon in der Renaissance üblichen Folge eines langsamen Schreittanzes (gerader Takt) und eines schnellen Spring- (Dreh)tanzes (ungerader Takt) wird im Barock beibehalten. Es entstehen ganze Tanzfolgen, die man als Suiten bezeichnet.

Merkmale:

Tanz und Nachtanz- gleiches Thema, anderer Takt und Tempo. Tonart gleich

Höfische Tänze. Ursprünglich nur vierteilig:

 

Allemande,

ruhig, Schreittanz, Vierertakt, deutscher Tanz

Courante

Dreiertakt, schnell frz. Tanz

Sarabande

Schreittanz, feierlich, spanischer Tanz

Gigue

schnell 6/8 frz. englischer Tanz

 

Die Suite besteht in die Gegenwart, mit jeweils unterschiedlichen Modetänzen. Typisch für jeden Tanz ist der jeweilige Grundrhythmus.

Bis ins 17. Jh.

war Suite reine Tanzmusik (immer Gruppentänze), im Lauf der Zeit wurde aus Suite auch Konzertmusik. Bach setzte eine lange Ouvertüre an den Beginn, dann folgten verschiedenste Tanzsätze in stilisierter Form. Die Vierteiligkeit wurde erweitert. Neue Tänze:

französisch : Bourree Gavotte Musette Menuett .Air Chaconne Gagliarde

Polnisch: Polornaise

ltalienisch: Siciliano

HB: Bach h-Moll Suite Partitur

18.Jh:

nicht modisch.. Neue Formen, die sich aber nicht bis heute hielten. Serenade, Divertimento, Kassation. HB :Mozartserenade

l9.Jh.

sehr beliebt, meist melodramatisch, häufig als Ballett

Mazurka (polnisch), Walzer, Bolero(spanisch), Polka (böhmisch), Marsch Galopp

Habanera (spanisch), (Csardas (ungarisch), Cancan (franz.)

HB:

Tschaikowsky: Ballettsuite '"Der Nussknacker": Marsch, Tanz der Zuckerfee, Russischer Tanz, Arabischer Tanz, Chinesischer Tanz, Pfeiffertanz, Blumenwalzer

Grieg: " Peer-Gynt-Suite" Morgenstimmung

20 Jh.

Häufig in Neoklassik ( Strawinsky, Bartok, Kodaly, Duke Ellington , Holst etc )

Tango, Foxtrott , Charlston, Rumba, Samba, Chachacha,

HB:

Strawinsky: '"Feuervogelsuite'" siehe Werke

Kodaly: "Harry Janos Suite'

Bartok.: "Musik für Saiteninstrumentente, Schlagwerk und Celesta

Duke Ellington: 'Suite Thursday'