SONATE:

ist eine mehrsätzige Komposition für ein Soloinstrument, oder für ein Melodieinstrument mit Klavierbegleitung.

Eine Sonate hat 4 Sätze, deren innerer Zusammenhang

a.) motivisch - thematisch

b.) tonartbezogen

c.) durch Ineinandermischung der Sätze gegeben sein kann.

 

Grundschema:

l. Satz: Kopfsatz, meist schnell (Allegro), Sonatenhauptsatzform, im Ausdruck bestimmend          für die weiteren Sätze.

2.Satz: langsam, lyrisch, gesanglich. (Largo, Andante, Adagio). Liedform oder       Variationsform.

3.Satz: Menuett oder Scherzo, fröhlicher Tanzsatz im Dreiertakt.

4.Satz: Finale, meist schnell, rhythmisch.(Presto, Molto-Allegro). Rondoform oder wieder             Sonatenhauptsatzform

Sonatine

ist eine kleine, meist 3-sätzige Sonate, kurz, als Übungsstück für Instrumentalisten.

 

Entwicklung der Sonate:

17.Jh.

im Barock ist TRIOSONATE sehr beliebt, es gibt sie als Sonata da camera (Hausmusikform) und als Sonata da chiesa (Kirchensonate).Unterschiedliche Satzzahl und Besetzung.

Beim Soloinstrument ist auf jeden Fall immer Generalbassbegleitung (basso continuo...Cembalo + Cello) dabei.

18.Jh.

in der Klassik wird die SONATENSATZFORM bestimmend für die Sonate. Siehe Sonaten von Haydn, Mozart und Beethoven.

l9.Jh.

Die einzelnen Sätze werden stärker aufeinander bezogen, die Werke werden länger, Formen freier. z.B. Brahms, Schubert.

Wird in der 2. Hälfte des Jh. abgelöst durch einzelne Stücke mit programmatischen Inhalt oder stilisierte Tänze. z.B. Klavierstücke von Schumann : Der wilde Reiter, Träumerei", "Jagdszenen", "Waldszenen" ...) oder virtuose Klavierliteratur von Chopin (Walzer, Mazurken, Etuden) oder Liszt .

20.Jh.

kommt nur mehr selten vor, bzw. bedeutet meist Spielstück für ein oder zwei Instrumente. Hat meist wenig mit ursprünglicher Bedeutung zu tun.