SYMPHONIE SINFONIE

 

ist eigentlich eine SONATE für ORCHESTER.

 

Die einzelnen Satze unterscheiden sich durch TEMPO, MELODIE, LAUTSTÄRKE, STIMMUNG, FORM.

KLASSISCHE SINFONIE:

1. Satz -- Allegro (Sonatenhauptsatzform)

2. Satz -- Largo, Andante, (Variationsform, Liedform, ABA)

3. Satz -- Menuett, Scherzo (Menuett)

4. Satz -- Molto Allegro, Presto, Vivace, (Rondo, Sonatenhauptsatzform)

17.Jh.

als Form nicht üblich, jedoch dem damaligen Konzert nicht unähnlich.

18. und 19.Jh.

Erster Höhepunkt mit Haydn , Mozart , Beethoven). Strenger Formaufbau

Zweiter Höhepunkt mit Schubert, Schumann, Mendelsohn, Dvorak, Tschaikowsky, Bruckner, Brahms, Mahler

Erweiterte Form, längere Sätze, thematische Verwandtschaft der einzelnen Sätze durch motivische Verknüpfunq.

 

20.Jh.

bzw. Ende l9.Jh. verliert die Sinfonie an Bedeutung, wird abgelöst von der SINFONISCHEN DICHTUNG (Richard Strauss), Übergang in Filmmusikkompositionen (Saint Saens, Prokofieff. Korngold ....)

 

HB:

 

W.A. Mozart

Sinfonie in g-moll  

Josef Haydn  

Sinfonie in "Die Uhr" 2.Satz - Andante

L.v.Beethoven

Sinfonie Nr.5 "Schicksalssinfonie"

F.Schubert  

Sinfonie Nr.6 "Die Unvollendete"

Anton Bruckner

Sinfonie Nr.3 in Es-Dur "Die Romantische" 1.Satz 

Peter I.Tschaikowsky

Sinfonie Nr.6 in h-Moll "Pathetique" 1.Satz 

Hector Berlioz

Sinfonie Fantastique (5-sätzige Programmsinfonie) 5.Satz 

Hexensabbath (Songe d'une nuit du Sabbat), Larghetto (c-Moll, 4/4-Takt) - Allegro (Es-Dur, später C-Dur, 6/8-Takt)

Der Verliebte findet sich auf einem Hexensabbat wieder, gellendes Gelächter ist deutlich zu hören. Auf einmal wird die idée fixe mehrmals in einer sehr verzerrten, gemeinen Variation wiedergegeben, zunächst von der schrillen Es-Klarinette, dann stimmt das Orchester mit ein: Die einstige Geliebte tritt als Hexe auf und wird von den anderen Hexen freudig begrüßt. Danach läuten die Totenglocken und leiten eine Parodie des Dies irae, des Jüngsten Gerichts aus der katholischen Totenmesse ein. Schließlich mischen sich beide Melodien zu einer höllischen Orgie.

SINFONISCHE DICHTUNG

 

freie sinfonische Form, behandelt in meist einsätzigen Orchesterwerken unterschiedliche Themen.

 

a. aus der Natur

Richard Strauss - Alpensinfonie 1.Satz 

Die Idee zum Programm geht auf ein Erlebnis aus der Kinderzeit Richard Strauss zurück. Er hatte sich seiner Zeit auf einem Berg verstiegen und war in ein Gewitter gekommen. Dieses Ereignis stellte er tags darauf am Klavier dar. Aus dieser Erinnerung entwickelte er das Konzept. Die der sinfonischen Dichtung zugrunde liegende Bergbesteigung samt nachfolgendem Abstieg beginnt mit dem einleitenden Abschnitt Nacht, durchschreitet folgende Stationen und endet wiederum in einem als Nacht bezeichneten Abschnitt:

Nacht – Sonnenaufgang – Der Anstieg – Eintritt in den Wald – Wanderung neben dem Bache – Am Wasserfall – Erscheinung – Auf blumigen Wiesen – Auf der Alm – Durch Dickicht und Gestrüpp auf Irrwegen – Auf dem Gletscher – Gefahrvolle Augenblicke – Auf dem Gipfel – Vision – Nebel steigen auf – Die Sonne verdüstert sich allmählich – Elegie – Stille vor dem Sturm – Gewitter und Sturm, Abstieg – Sonnenuntergang – Ausklang – Nacht.

b. aus der Weltliteratur

Richard Strauss - Till Eulenspiegel Zarathustra 

c. nach einem Gedicht

Dukas Der Zauberlehrling

d. nach bildender Kunst

Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung 

e. aus Bereichen der Technik

Honegger Pacific 231 

siehe auch Programmmusik