HIPHOP

 

Entstehung: ab ca. 1970 aus Partybewegung. Straßenkultur, Gangs, Religion, Südstaaten, Sklaverei, Identitätsfindung. Ist nicht nur Musikstil sondern eine Lebenskultur.

 

Stichwortesammlung aus VIDEO

 

 

Aus Rap wurde eine weltweite Bewegung, Kommerz, Botschaft der Schwarzen in die ganze Welt verbreitet.

In weiße Gesellschaft durch Musik eingedrungen, Vermittlung von schwarzem Lebensgefühl. Wie ist die Wahrnehmung der Inhalte im deutschsprachigen Raum?

 

Hip-Hop  - Entwicklung

 

von Maria Dinh & Katharina Kopf, 6i des BRG in Salzburg, Akademiestrasse 19, 2008/2009

 

1970–1979

Ist nicht nur eine Musikrichtung, sondern eine aus den schwarzen Ghettos der USA stammende Jugendkultur. Neben dem Rap (rhythmischen Sprechgesang) gehören auch MCing, DJing, B-Boying (Breakdance) und Graffiti-Writing dazu.

Generell sind die 1970er-Jahre im Hip-Hop das Jahrzehnt der Erfindungen. Kool DJ Herc beginnt 1973 als erster DJ. Auf seinen Blockpartys tauchen die ersten B-Boys zum neuen Breakdance auf.

 

DJ-Techniken:

Ab 1976 entwickelt Grandmaster Flash weitere wichtige DJ-Techniken wie das:

Cutting: das zum Beat parallele Einspielen von Tracks,

Backspinning: die Platte wird zur Wiederholung eines bestimmten Abschnitts schnell rückwärts gedreht, und das

Phasing: bei dem durch die geringfügige Verringerung der Geschwindigkeit eines der beiden Plattenteller ein Phaseneffekt erzeugt wird.

Grandmaster Flash schließt die Zeit mit der Erfindung der bekanntesten Technik, dem Scratchen: Erzeugung von Tönen durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte ab.

Sampling: Ausschnitte anderer Platten werden übernommen und verwendet

 

 

Rap - rhythmischer Sprechgesang

Die Entstehung des Rappens lässt sich nicht ganz so klar nachweisen. 1970 erschien das erste Album der Last Poets, deren politischer Rap von Malcolm X und dem Dichter Amiri Baraka beeinflusst war; die „Väter“ des Rap. Das eigentliche „Rappen“ aber entwickelten unabhängig davon die so genannten  MCs, die „Masters of Ceremony“, die die DJs begleiteten, ihn und sich selbst vorstellten („shouting out“), das Publikum zwischen den Stücken oder in den Übergängen zum Tanzen aufforderten, Witze machten, Besucher grüßten und so quasi als „Animateure“ die Menge zum Feiern anfeuerten.

Der Hip-Hop der frühesten Zeit ist weitgehend ohne Tondokumente. Erst später entstanden nach der Sicherung des Hip-Hop als eigener Stil so genannte Mixtapes

 

Breakdance: typische Moves zur Rapmusik

Writing: Graffiti - Bilder mit Spraydosen im öffentlichen Raum.

 

 

1980-1989

Die Musikindustrie wandte sich dem Rap zu, der erste weiße Rap erschien.

Falco wird gelegentlich als der „erste weiße Rapper“ bezeichnet, aufgrund seiner, von ihm entwickelten deutsch-englischen Kunstsprache und seinem Sprechgesang.

Das erste Hip Hop Album entstand 1980 und war von der Rap-Gruppe The Furious five, die mit Grandmaster Flash zusammenarbeitete. Somit konnte diese Kunstfertigkeit auch außerhalb der New Yorker Blockpartys gehört werden.

1986 brachte Run-D.M.C mit Aerosmith das Stück Walk This Way heraus. Es wurden zum ersten Mal die Einflüsse der Rockmusik eingebracht.

1988 erschien die vielleicht bedeutendste Hip-Hop-Platte: „ It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“  von  Public Enemy. Aufgrund der hochpolitischen Texte wurde ein neues Subgenre begründet, der Conscious Rap. Die Old School wurde von der New School abgelöst.

2 Jahre zuvor startete in Philadelphia der Urherber des Gangsta Rap seine Karriere, Schoolly D. Was genau Gangster Rap ist definieren 1988 seine berühmtesten Vertreter, N.W.A (Niggas with Attitude) aus Los Angeles. Ihre Ryhmes schildern Kriminalität und Gewalt.

 

1990–1999

Mit Beginn der 1990er-Jahre ersetzte der für diese Musikrichtung eher selten genutzte Begriff Hip-Hop zunehmend die bislang verwendete Bezeichnung Rap.

Der Gangsta-Rap der „Westcoast“ hatte jetzt die Führung übernommen.

In den frühen 90ern zeichnete sich die amerikanische Hip-Hop-Szene durch eine starke Rivalität der Westcoast und der Eastcoast aus.

Der Höhepunkt des Hip-Hop-Krieges sind die  Morde an den Rappern Tupac Shakur (Westcoast) und Notorious B.I.G. (Eastcoast).

Als im September 1996 2Pac und ein halbes Jahr später Notorious B.I.G. erschossen wurden, brach der „Krieg“, in dem keiner mehr wusste, worum es sich eigentlich handelte, in sich zusammen. Im selben Jahr erklärten verschiedene Rapper von beiden Küsten bei einem gemeinsamen Treffen die Konfrontation für beendet.

 

Weitere Interpreten:

Ice MC, Ice Cube, Chuck D, Grandmaster Flash, SpeechDJ, Ice T, MC Hammer.

 

 

Hip-Hop 2000 bis heute: Stand März 2011  

von Ordu Emin und Klaric Kristijan, 8i des BRG in Salzburg, Akademiestrasse 19, 2010/11

 

Wichtig sind insbesondere folgende Plattenlabels: Aggro Berlin, Optik, Ersguterjunge, G- Unit, Selfmade Records, Cash Money, Rocafella, Def Jam.

 

Aggro Berlin: ist ein Berliner Plattenlabel, Entstehungszeit: 2001 entstanden als Independent Label, Entwicklung: Die ersten Gründer waren B-Tight und Sido, später kamen mehrere Rapper dazu, wie zum Beispiel Bushido und Fler. Bushido hat 2004 den Vertrag gekündigt und hat  zu Universal Music und dann zu Sonny BMG gewechselt, wo er viel erfolgreicher war und heute als erfolgreichster deutscher Rapper durchgeht. Seit 2007: Universal Music, Werke: 8 Aggro Ansagen und mehrere Singles. Leider hat sich das Label am 1.April 2009 aufgelöst. Die ehemaligen Labelbesitzer produzieren zurzeit nur das YouTube-Channel Aggro-TV.

 

 

Ersguterjunge: Deutsches Plattenlabel von Bushido und D-Bo. Entstehungszeit: 2004 nach Bushidos Trennung von Aggro Berlin, 2006 als GmbH angemeldet. Geschäftsführer à Bushido. Anfangs bestand eine vertragliche regelung mit Universal Music, aber der Vertrag löste sich im Jahr 2007 auf. Später wurde ein vertrag mit dem Vertrieb SonyBMG abgeschlossen. Früher hatte das Label sehr viele Künstler, unter anderem D-Bo, Bass Sultan Hengzt oder Chakuza. Heute besteht das Label aus 5 Rappern: Baba Saad, Bushido, Kay One, Bizzy Montana und Nyze. Dieses Label veröffentliche sehr viele Alben, es sind über 30 Alben und außerdem wurden auch mehr als 30 Singles veröffentlicht.

 

Optik Records: Wurde 2002 gegründet. Gründer à Kool Savas. Eines der größten Independent-Labels Deutschlands. Bis zum Jahr 2008 à Vertrag mit Sony BMG. Wurde 2009 wegen finanziellen Problemen geschlossen. 
Werke der gesamten Optik Crew à über 20 Alben & Mixtapes, auch viele Auszeichnungen dafür bekommen.
Weitere Projekte von Optik Records, Optik Schweiz und Optik Russia. 

Selfmade Records: Independent Label aus Düsseldorf. Gegründet von den Rappern Slick One und Flipstar. Sehr bekanntes Label, vor allem in jüngster Zeit zu einem der größten Labels in Deutschland aufgestiegen. 
Werke à Über 15 Alben & Mixtapes der gesamten Crew. Seit 2008 auch Auszeichnungen für die einzelnen Künstler.

 

G- Unit: Sehr großes und bekanntes Label, G- Unit heißt: Gangster Unit oder Gorilla Unit

Entstehungszeit: 1998 in New York, Queens, Entwickelung: Es kamen immer mehr neue Mitglieder, aber es gingen auch immer wieder welche. Sehr viele Werke.

 

Cash Money: Ist ein amerikanisches Hip Hop Label aus New Orleans. Es ist ein Tochterunternehmen der Universal Motown Records Group. Cash Money = eines der wichtigsten labels der Dirty South Rapszene. 1991 gegründet von Bryan Williams. Sehr viele Rapper, wie zum beispiel Lil Wayne oder Kevin Rudolf.

 

Def Jam: wurde 1984 von Russell Simmons und Rick Rubin gegründet. Eines der bekanntesten Labels in den USA. Viele afro-amerikanische Künstler unter Vertrag. Hip Hop – Kultur sollte im Mainstream verankert werden. 
Über 25 Miglieder, (u.a. Jay – Z, Rihanna, Rick Ross, Chamillionaire, Ludacris, Justin Bieber, Ne–Yo, Xzibit)

Roc – A – Fella: wurde 1995 gegründet. Es wurde mittlerweile von Def Jam Records übernommen. Deswegen viele Künstler auch bei Def Jam unter Vertrag. Darunter Jay-Z, Kanye West. 
Über 15 Mitglieder mit insgesamt über 50 Werken (Alben & Mixtapes).

 

 

 

 

Deutsche Newcomer seit 2009: Ein Überblick zu ein paar Newcomern seit 2009:

 

è  Farid Bang (Asphalt Massaker 1 und 2, Jung, Brutal, Gutaussehend (gemeinsam mit Kollegah), Banger Leben Kürzer)

è  Haftbefehl (Kapitel eins: Zeit für was Echtes und Azzlack Stereotyp)

è  Nate 57 (Stress aufm Kiez, Mixtape: Willkommen auf St. Pauli, Verrückte Ratten)

è  Fard (Talion, Alter Ego)

 

Englische Newcomer 2009:

è  Tinie Tempah (Singles: Frisky, Written in the Stars, Wonderman, Pass out, Miami to Ibiza)

 

 

Amerikanische Newcomer ab 2009:

 

è  Flo Rida (Roots, Only One Flo)

 

 

Internationale Newcomer 2010:

è  Kid Kudi (Day `N` Night, Erase me, Memories)

è  Drake (So Far Gone, We Are Young Money, Thank me later)

è  BoB (Nothin` on You, Airplanes)

 

 

 

Deutscher Hip-Hop:

 

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde der Battle-Rap immer erfolgreicher. Vor allem Rapper wie Azad, Kool Savas, Samy Deluxe und einige andere Acts repräsentieren die Battle-Rap-Szene. Sie bringen explizite Texte in die Charts und ebnen den Weg für weitere Battlerapper. Ebenso verbreitete sich der Beef, wie im Hip-Hop-Jargon öffentlich ausgetragene Rivalitäten zwischen Rappern bezeichnet werden, ähnlich wie zuvor in den Vereinigten Staaten.

Seit 2001 ließen die Künstler des Berliner Labels Aggro Berlin mit einem eher härteren Stil aufhorchen, der sich fast antipodisch zum entspannteren Stil der Hamburger Szene verhält. Zuletzt erreichten wieder vermehrt in Deutschland lebende Immigranten Einfluss auf die deutsche Hip-Hop-Szene, die Themen wie Arbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit der Jugend, Rassismus aber auch Straßen- und Drogenkriminalität artikulieren. Die sozialen Brennpunkte, die häufig in den Texten thematisiert werden, werden dabei öfters als „Ghetto“ bezeichnet. Kritisiert werden die teilweise sexistischen, homophoben, Gewalt verharmlosendenoder antisemitischen Texte. So entzündete sich etwa im Jahr 2007 eine öffentliche Diskussion, ob der Rapper Bushido

 zu einem Festival gegen Gewalt zwischen Jugendlichen eingeladen werde dürfe.

Weitere kommerziell erfolgreiche Rapper sind neben den etablierten Fantastischen Vier oder Fettes Brot vor allem Sido, Bushido, Fler, Eko Fresh, Kay One und Jan Delay.

 

 

Amerikanischer Hip-Hop:

 

Der amerikanische Hip-Hop ist immer noch tonangebend. Die Gegensätze beider Küsten sind immer noch aktuell bei den Rappern. Die ehemalige Nummer 1 (Westcoast) ist immer weiter abgesunken und die Eastcoast und der Downsouth haben jetzt seinen Platz eingenommen.

Bekannteste Rapper des amerikanischen Hip-Hop sind 50 Cent, Eminem, Kanye West Busta Rhymes, Jay-Z, T.I, D12 –> (Rapgruppe) und noch viele weitere.

 

Weiters gibt es Rap eigentlich in allen Ländern. Wichtige Vertreter in Europa sind Deutschland, Frankreich, England.