OPERETTE

Herkunft:

Gegenstück zu ernsten Bühnenwerken (Oper/Schauspiel), war oft die parodistische Oper. (z.B. Pepusch & Gay .. Parodie auf Händelopern - Dreigroschenoper") Ursprung in Frankreich. Erste Operette war vermutlich "Don Quichotte und Sancho Pansa" von Herve (1848). Mischung aus Buffooper und Pantomime

1855 eröffnet Jacques OFFENBACH seine eigene Bühne („Bouffes Parisiens“ = Die lustigen Pariser). Erstes großes Werke war „ORPHEUS IN DER UNTERWELT“ Satire, Spott, Parodie, zünden de Musik ("Cancan"), Tanz, Kostüme waren die Hauptelemente. Es folgten "Die schöne Helena" (1864) und "Pariser Leben" (1866).

Wien: Anfänge - Goldene Operette

Volksstücke und Zauberpossen mit Musik von Nestroy und Raimund Franz von SUPPE:(1919 - 1895) Spieloper nach italienischem Vorbild Hauptwerke "Die schöne Galathee" 1865

"Boccaccio" 1879

Johann STRAUSS Sohn (1825 - 1899), angeregt durch Suppe und Offenbach.

Welterfolge: "Die Fledermaus" 1874 "Eine Nacht in Venedig" 1883 (bei Premiere in Berlin ausgepfiffen) "Wiener Blut" 1899 Opernversuch blieben ohne Erfolg.

Weitere Komponisten: Karl Millöcker - "Der Bettelstudent" 1882

Karl Zeller - "Der Vogelhändler" 1891

Richard Heuberger - "Der Opernball" 1898

Zweite Blüte der Wr.Operette (Silberne Operette)

Franz LEHAR: 1870 - 1948 bezieht nicht nur typisch Wienerisches in die Operette ein, sondern auch Elemente des Ungarischen, Zigeunerischen, Französischen, Japanischen, Russischen, Spanischen. Werke: "Die lustige Witwe"1905

"Paganini"1925, "Der Zarewitsch"1927, "Land des Lächelns"1929, "Giuditta"

Emerich KALMAN: "Die Zirkusprinzessin"

Robert STOLZ: "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" 1933

Nico DOSTAL:

Berlin: um Jahrhundertwende

Paul LINCKE :"Frau Luna" 1999 ...Schlager "Berliner Luft" anstatt Arien.

Wichtig bei der Operette waren auch immer wieder bestimmte Publikumslieblinge wie z.B.: Alexander Girardi (1850 - 1918)

Richard Tauber (Tenor)

Fanny Elßler (Tänzerin. l810 - 1884

 

INHALTE:

Bei der ursprünglichen Operette:

(Strauß und Offenbach) eher noch fortschrittliche Inhalte, satirische und parodistische Elemente. Der Adel steht nicht mehr als Held da, Schwächen von Adel und Kirche werden parodiert. Helden nicht mehr Figuren aus dem Adel, sondern solche aus Bürgertum. Bisher: wurde Adel heldenhaft und edel dargestellt und der Bürger oder Bauer als ungeschickt und tölpelhaft. Die Arie wurde ebenfalls von den adeligen Figuren gesungen, die lustige Nebenrolle (Buffo, Soubrette) waren bürgerliche Figuren ... Händler, Diener.

Ab der 2. Periode der Operette:

eher ein Rückschritt, häufige Verwendung von stereotypen Handlungen, klischeehafte Inhalte. Belangslose Verwechslungsgeschichten, bei denen am Ende immer die beiden Adeligen und die beiden bürgerlichen Pärchen zusammenfinden, nachdem oft Personen von vermeintlich "niedriger Geburt" als Kinder höherer Abstammung identifiziert werden. In der Oper wurden zur selben Zeit schon reelle Probleme wie Armut, Prostitution, Bauernsituation, Emanzipationsprobleme mit psychologischem Hintergrund auf die Bühne gebracht.... veristische Oper (Verdi, Puccini, Bizet), während die Operette immer kitschigere, oberflächlichere und unwirklicher Unterhaltung bot.