Oper im 19. Jahrhundert / Romantik

 

Inhalt:      Frankreich

                   Bizet:        Carmen

                   Italien:

                   Verdi:       La Traviata, Aida, Rigoletto

                   Puccini:    La Boheme, Madame Butterfly, Turandot


FRANKREICH:

George Bizet: Carmen

Der Beitrag „Carmen“ wurde gestaltet  von Rosa Haller, Hannah Duscher, Marcel Freinbichler, Salzburg, BRG Akademiestraße 19, 2010-2011 7I Klasse

 

Daten und Fakten:        

Name:  Carmen
Ort und Zeit der Handlung: Spanien, Sevilla, 1820
Originalsprache: Französisch
Uraufführung: 3. März 1875
Librettist (Textbuchautor): Henri Meilhac, Ludovic Halévy
Spieldauer: Ca. 2 – 2 ¾ Stunden

Personen


Don José, Sergant (Tenor)

Escamillo, Torero (Bariton)

Dancairo, Schmuggler (Tenor/Bariton)

Remendado, Schmuggler (Tenor)

Moralès, Sergeant (Bariton)

Zuniga, Leutnant (Bass)

Lillas Pastia, Schankwirt (Sprechrolle)

ein Bergführer (Sprechrolle)

Carmen, Zigeunerin (Mezzosopran)

Micaëla, Bauernmädchen (Sopran)

Frasquita, Zigeunerin (Sopran)

Mercédès, Zigeunerin (Sopran)

Chor und Ballett: Soldaten, junge Männer, Zigarettenarbeiterinnen, Anhänger Escamillos, Zigeuner, Zigeunerinnen, Polizisten, Stierkämpfer etc.; Gassenjungen (Kinderchor)


 

Handlung

1.Akt

Auf einem Platz in Sevilla, nahe einer Fabrik, fragt  Micaëla bei einem Wachmann nach Don José. Dieser wird erst erscheinen.  Es ertönt die Pausenglocke der Fabrik und der Platz füllt sich. Micaëla wirft Don José, der sie zuerst nicht beachtet, eine Blume zu. Nach der Pause bleibt Don José zurück. Er will der Versuchung Carmens widerstehen und Micaëla heiraten, wie es seine Mutter wünscht. Später bricht ein Streit in der Fabrik aus und Carmen verletzt eine andere Frau mit einem Messer. Dann wird ausgerechnet Don José beauftragt, Carmen zu verhaften, kann ihr jedoch nicht wiederstehen und lässt sie gehen.

 

2.Akt

In einer Wirtschaft, die ebenso auch als Schmuggler- wie als Soldatentreffpunkt gilt, tanzt Carmen mit ihren Freundinnen, umringt von ihren Verehrern.  Hauptmann Zuniga ist ihr besonders zugetan, Escamillo, ein berühmter Torrero, ebenfalls. Zur Sperrstunde kommen zwei Schmuggler in die Schank, welche Hilfe von Carmen in Anspruch nehmen wollen, diese lehnt jedoch ab, sie möchte geduldig auf Don José warten. Dieser taucht wenig später auf, nach seiner Bestrafung für Carmens Flucht endlich wieder auf freiem Fuß. Als das Signal ertönt wieder in die Kaserne zurückzugehen, hält Carmen Don José auf. Hauptmann Zuniga bekommt dies mit und die beiden Männer beginnen einen Streit um Carmen. Die Schmuggler verhelfen Don José und Carmen zur Flucht und sie sind gezwungen, Carmens Freunden zu folgen.

 

3.Akt

Nachdem Don Josè mit den Schmugglern geflohen war, hatte sich Carmen von ihm abgewendet. Er hat keinen Erfolg sie zurück zu gewinnen. Bei dem nächsten Überfall, sollen Carmen und ihre Freundinnen die Zöllner verführen, um sie abzulenken. Don José ist eifersüchtig und bleibt im Lager zurück. Micaela erscheint in der Gegend, da sie Don José sucht, doch sie fürchtet sich und versteckt sich. Don José trifft dann auf Escamillo und sie geraten erneut in eine Prügelei. Carmen verhindert, dass Escamillo von Don José getötet wird. Daraufhin lädt der Torero alle zu seinem nächsten Stierkampf in Sevilla ein. Als die Schmuggler nach Sevilla gehen, finden sie Micaela in ihrem Versteck. Sie bittet Don José zurück zukehren. Erst als sie sagt, dass seine Mutter krank ist kommt er mit. Er sagt Carmen voraus, dass sie sich bald wieder sehen.

 

4.Akt

In Sevilla ist der Tag der Stierkämpfe. Escamillo begibt sich mit Carmen zur Arena. Carmen beachtet ihre Freundinnen nicht, die sie bitten vor Don Josés Wut zu fliehen. Dieser taucht kurz darauf auf und fleht Carmen an, zu ihm zurückzukommen. Inzwischen gewinnt Escamillo den Stierkampf. Als sie zu Escamillo eilen will, wird sie von Don José aufgehalten doch sie gesteht im ihre Liebe zu Escamillo. Vor lauter Wut ersticht er Carmen mit einem Dolch. Nach einer letzten Umarmung der Geliebten lässt er sich widerstandslos verhaften. 

 

Quellen:

http://www.opern-reisen.de/librettos/carmen.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Carmen_%28Oper%29

 

ITALIEN:

Guiseppe Verdi

Der Beitrag „Guiseppe Verdi“ wurde gestaltet  von Martin Immler und Alexander Stolz, Salzburg, BRG Akademiestraße 19, 2010-2011 7I Klasse

 

1813 – 1901 (Mailand)

Verdi ist einer der bekanntesten und wichtigsten Komponisten des 19 Jhdt. was er vor allem seinen Opern zu verdanken hat.

Ursprünglich aus einfachen Verhältnissen kommend, wurde er bald weltberühmt und konnte den Rest seines Lebens in Wohlstand verbringen.

Seine wichtigsten und bekanntesten Werke sind Rigoletto, Aida und La Traviata.

 

La Traviata

 

Daten und Fakten:

Name: La Traviata (Dt. Die vom Wege Abgekommene)

Ort und Zeit der Handlung: Paris 1850

Originalsprache: Italienisch

Komponist: Giuseppe Verdi

Uraufführung:  6. März 1853 imTeatro La Fenice in Venedig

Librettist: Francesco Maria Piave

Spieldauer:  Stunden (3 Akte)

 

Personen:


Violetta Valery: Sopran

Flora Bervoix: Freundin von Violetta:  Mezzosopran

Annina: Dienerin und Vertraute Violettas: Sopran

Alfredo Germont: Geliebter Violettas: Tenor

Giorgio Germont: sein Vater: Bariton

Gastone:  Bekannter von Violetta und Alfredo: Tenor

Barone Douphol: Bekannter Violettas, auch ihr Verehrer: Bariton

Marchese d'Obigny: BekannterViolettas: Bass

Dottore Grenvil: ViolettasArzt: Bass

Giuseppe: Violettas Diener: Tenor

Ein Diener Floras: Bass

Ein Dienstmann: Bass

Freunde Violettas und Floras, Stierkämpfer, Zigeuner, Maskierte u.a.: Chor


 

Handlung:

I.Akt:  Violetta lernt auf ihrer eigenen Feier Alfredo Germont kennen. Alfredo war weit aufmerksamer und aufrichtiger als Barone Douphol, ihr jetziger Begleiter. Nach einem Hustenanfall Violettas gesteht Alfredo ihr seine Liebe, doch Violetta konnte mit diesen starken Gefühlen nicht gut umgehen. Zuletzt gibt Violetta Alfredo eine Blume, die er am nächsten Tag verblüht zurückbringen soll. Beim Abschied gibt sie sich fast der Liebe zu ihm hin und versucht die Gedanken durch einen Lobgesang auf den Genuss zu verdrängen.

 

II. Akt:  Nach drei Monaten leben Violetta und Alfredo in einem Haus außerhalb von Paris. Violette verkaufte heimlich ihre Besitztümer um den Lebensstil zu finanzieren, doch Alfredo findet die Tat heraus und verschwindet nach Paris um Geld zu beschaffen.  Währenddessen kommt Alfredos Vater zu Besuch und verlangt von Violetta die Beziehung zu beenden, um das Ansehen seiner Familie zu wahren. Violetta akzeptiert die Bitte nachdem sie erfährt, dass sie an Tuberkulose sterben wird. Sie verlässt daraufhin Alfred und schreibt ihm einen Brief, in dem sie schreibt, dass sie zu ihrem alten Leben zurückkehrt. In seiner Verzweiflung findet Alfredo eine Einladung zu einem Fest bei der Freundin von Violetta und beschließt sie zurückzuholen.    Am Fest gewinnt Alfredo eine Menge Geld beim Kartenspiel und lässt dabei Bemerkungen über Violetta fallen. Nachdem Violetta Alfredo bittet, dass er gehen soll rastet er aus. Er wirft das gewonnene Geld auf Violetta. Daraufhin fordert Douphol, der Gatte von Violetta ihn zu einem Duell auf.

 

III. Akt:Douphol wird bei dem Duell verwundet und muss sich nun erholen. Zur gleichen Zeit verschlechtert sich der Zustand von Violetta immer mehr und sie hat nur noch wenige Stunden zu leben. Alfredo ist nach dem Duell ins Ausland gegangen.  Daraufhin gesteht der Vater Alfredo die Wahrheit und erzählt ihm wie schlecht es Violetta geht. Alfredo beschließt sofort zu seiner Geliebten zurückzukehren.  Als Alfredo plötzlich erscheint, vergisst sie für kurz ihre Krankheit und schließt sich den Plänen für eine glückliche Zukunft an. Also segnet der Vater von Alfredo ihre Liebe und Violetta schenkt Alfredo ein Medaillon, welches seine zukünftige Braut tragen soll. Schlussendlich erhebt sich Violetta noch ein letztes Mal und bricht tot zusammen.

 


 

Aida

 

Daten und Fakten:

Ort und Zeit : Ägypten, Zeit der Pharaonen
Originalsprache: Italienisch
Komponist : Guiseppe Verdi
Uraufführung : 24. Dezember 1871 in Kairo
Librettist:
Antonio Ghislanzoni
Spieldauer : ca. 2 Stunden 4 Akte

 

Personen:


Aida: Tochter des äthiopischen Königs (Sopran)
Radames: Ägyptischer General  (Tenor)
Amneris: Tochter des Pharaos (Mezzosopran)
Amonasro:  Äthiopischer König / Vater von Aida(Bariton)
Pharao Ramses:  Pharao von Ägypten (Bass)
Chor


 

Handlung:

I.Akt: Aida, die als Sklavin in Ägypten lebt und Amneris lieben beide den Feldherren Radames. Die Äthiopier greifen Ägypten an um Aida zu befreien und Radames zieht ihnen entgegen.

 

II. Akt: Nach einem Sieg der Ägypter ist Amonasro, der sich als Soldat ausgibt, in ägyptischer Gefangenschaft. Nach Bitten von Amonasro und Radames werden alle Gefangenen außer Aida und Amonasro, als Sprecher der Gefangene, freigelassen. Ramses will Radames und Amneris verheiraten.

 

III. Akt: Bei einem geheimen Treffen bittet Aida Radames um eine gemeinsame Flucht. Nachdem dieser ihr einen ungeschützten Weg verraten hat, tritt jedoch Amonasro hervor und enthüllt sich als König der Äthiopier. Amonasro und Aida fliehen, während Radames sich wegen seines ungewollten Verrats stellt.

 

VI. Akt:Amneris verspricht Radames die Freiheit, wenn er auf Aida verzichte, aber er weigert sich, weshalb man ihn dazu verurteilt lebendig begraben zu werden. Nachdem er eingemauert wurde sieht er zu seinem Erstaunen Aida, die sich in die Krypta geschlichen hat um mit ihm zu sterben.

 

 

Rigoletto

 

Daten und Fakten:

Ort und Zeit:  1851 in Venedig

Originalsprache:  italienisch

Komponist:  Giuseppe Verdi

Uraufführung: 11. März 1851

Librettist: Francesco Maria Piave

Spieldauer: ca. 2 Stunden

 

Personen:


Herzog von Mantua (Tenor)

Rigoletto, Hofnarr vom Herzog (Bariton)

Gilda, geliebte Rigolettos(Sopran)

Giovanna, Gildas Gesellschafterin (Alt)

 Graf von Monterone (Bass)

Graf Ceprano (Bariton)

GräfinCeprano (Sopran)

Marullo, ein Kavalier (Bariton)

Borsa, ein Höfling (Tenor)

Sparafucile, der Mörder Gildas (Bass)

Maddalena, Schwester von Sparafucile(Mezzosopran)

Höflinge (Chor)


 

Handlung:

I. Akt:Der Herzog von Matura ist auf einem rauschenden Fest, wo er an die schöne Unbekannte aus der Kirche denkt. Jedoch wendet er sich lieber der verheirateten Gräfin Ceprano zu. Der Herzog möchte sie für sich gewinnen. Deshalb schaltet er seinen Hofnarr, Rigoletto ein, der dem Herzog und seinen Höflingen einen Vorschlag macht. Er möchte den Mann der Gräfin verhaften und die Gräfin Ceprano entführen. Die Höflinge sind aber entsetzt und lehnen diesen Vorschlag ab. Einer der Höflinge behauptet, dass Rigoletto eine Geliebte hat, die er jeden Abend besucht. Die Höflinge planen die vermeintliche Geliebte des Hofnarren zu entführen, jedoch wissen sie nicht, dass es sich hier um dessen  Tochter handelt. Plötzlich erscheint der Graf von Monterone, dessen Tochter vom Herzog entehrt wurde. Als Rigoletto auch ihn verspottete wird er vom Grafen mit einem Fluch belegt. Rigoletto verlässt die Feier und trifft am Heimweg auf Sparafucile, der ihm seine Dienste als Mörder anbieten will. Als er Zuhause angekommen war, trifft er Gilda und Giovanna, die Gesellschafterin von  Gilda. Gilda darf das Haus nie verlassen, außer an Kirchentagen.  Als sie da nächste Mal in die Kirche geht versuchte der Herzog, der sich als Student ausgibt sie zu verführen.  Am Heimweg wird sie von den Höflingen entführt.

II. Akt:Die Geliebte des Herzogs wurde entführt. Als die Höflinge Rigoletto erzählen, das sie seine Geliebte entführt hätten, rennt er im Palast umher und sucht sie. Als sich plötzlich die Tür des Herzogs öffnete, springt sie und der Herzog aus dem Zimmer. Gilda sagt ihm, dass sie sich in den Herzog verliebt hat und bittet um Verzeihung. Rigoletto verspricht dem Herzog Rache für die Beschmutzung  der Ehre seiner Tochter.

III. Akt:Um die Schandtaten des Herzogs aufzudecken, besucht er mit seiner Schwester die Schenke des Sparafucile. Sie sehen den Herzog als Offizier verkleidet, der ein Schäferstündchen mit der Tochter Sparafuciles, Maddalena verbringt. Er beauftragt Sparafuciles den Herzog zu ermorden und die Leiche ihm in einem Sack zu überbringen. Nachher fliehen sie nach Verona. Als Sparafucile den Mord ausführen will, bittet seine Schwester ihn nicht zu töten. Er lässt sich überreden und ermordet sie nicht. Jedoch beschließt er den nächsten Mann, der durch die Türe hereinkommt zu töten, um eine Leiche in den Sack geben zu können. Kurz vor Mitternacht betritt Gilda, als Mann verkleidet die Schenke um, das Leben des Herzogs zu retten. Er tötet sie. Am nächsten Tag übergibt er Rigoletto den Sack mit der Leiche. Als er dann aber den Herzog ein Lied singen hört ("La donna è mobile")öffnet er den Sack und erkennt seine seiner Tochter. Der Fluch des Grafen hat sich erfüllt.

 


 

PUCCINI

 

La Bohème

Der Beitrag „Giacomo Puccini“ wurde gestaltet  von Jasmine Lammerhuber, Marcel Moser, Salzburg, BRG Akademiestraße 19, 2010-2011 7I Klasse

 

Daten und Fakten

Originaltitel: La Bohème

Originalsprache: Italienisch

Musik: Giacomo Puccini

Libretto: Luigi Illica, Giuseppe Giacosa

Uraufführung: 1. Fbruar 1896 im TeatroRegio (Turin)

Spieldauer: 110 Minuten (1 Akt)

 

Personen


Rodolfo, ein Poet: Tenor

Marcello, ein Maler: Bariton

Schaunard, ein Musiker: Bariton

Colline, ein Philosoph: Bass

Mimì, Näherin und Stickerin: Sopran

Musetta: Sopran

Monsieur Benoît, Hausherr: Bass

Alcindoro, Begleiter Musettes, ein Staatsrat: Bass

Parpignol, Spielzeugverkäufer: Tenor

Sergeant bei der Zollwache: Bass


 

Handlung

Die ärmlichen Künstler Marcello, Rodolfo, Colline und Schaunard opfern Manuskripte um am Weihnachtsabend den Kamin zu heizen, denn sie sind knapp bei Kasse. Als dann auch noch der Vermieter kommt, schaffen sie es mit Wein und netten Zusprüchen diesen wieder zu vertreiben und beschließen noch ins Cafe Momus zu gehen und zu feiern.

Rodolfo möchte seine Arbeit noch fertigstellen und bleibt zu Hause. Als Mimì, eine Nachbarin vorbeikommt und nach Feuer fragt, weil ihre Kerze erlosch, bricht sie zusammen. Als sie wieder bei Bewusstsein ist kommen die Beiden sich näher und verlieben sich.

Sie treffen die Freunde im Cafe und auf dem Weg kauft Rudolfo seiner Freundin ein rosafarbenes Häubchen. Im Cafe trifft Marcello auf seine frühere Geliebte Musetta und ihren neuen Verehrer, doch dieser wird von Musetta weggeschickt um Marcello wieder näher zu kommen. Die zwei Paare, Schaunard und Colline verlassen das Momus.

Eines Morgens im Februar, bemalt Marcello die Innenwände eines Cabarets am Strand, um etwas Geld zu verdienen. Am selbigen Strand kann man Musetta singen hören. Die unglückliche Mimí sucht ihren Freund Marcello auf, um wegen der Eifersucht von Rodolfos zu klagen. Kurz nachdem  Marcello ihr zur Trennung rät, kommt Rodolfo zum Strand. Mimí versteckt sich und will ihr Gespräch belauschen. Jetzt wird alles deutlicher, denn Rodolfo erklärt Marcello, dass er sich nicht in der Lage fühlt die schwerkranke Mimí zu versorgen. Sie beschlossen den Winter noch zusammen zu erleben. Während dessen trennen sich Musetta und Marcello wegen eines Streites.

Ein halbes Jahr später hat sich die Situation verändert. Rodolfo und Marcello können nicht mehr mit vollem Geist ihrer Arbeit nachgehen weil sie ständig an ihre Geliebten denken mussten. Kurze Zeit später bringt Musetta die schwerkranke und schwache Mimí zu Rodolfo. Sie musste ihn noch einmal sehen. Die Freunde geben ihre persönlichen Gegenstände her, die große Bedeutung für sie haben, um Mimí zu einem Arzt und Medikamente zu verschaffen. Zurück bleiben Mimí und Rodolfo die in den Erinnerung ihres ersten Treffens  verbleiben, bis Mimí in Rodolfos Armen stirbt.

 

 

 

Madame Butterfly

 

Daten und Fakten:

Titel: Madame Butterfly

Originaltitel: Madama Butterfly

Originalsprache: italienisch

Musik: Giacomo Puccini

Libretto: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Uraufführung: 17. Februar 1904

Ort der Uraufführung: Teatro alla Scala, Mailand

Spieldauer: ca. 2½ Stunden

Ort und Zeit der Handlung: Nagasaki

 

Personen:


Cho-Cho-San, genannt „Butterfly“ (Sopran)

Suzuki, Butterflys Dienerin (Mezzosopran)

Kate Pinkerton (Sopran)

Benjamin Franklin Pinkerton, der amerikanische Marineleutnant (Tenor)

Sharpless, der amerikanische Konsul (Bariton)

Goro (Tenor)

Yamadori, der Fürst (Tenor)

Onkel Bonze (Bass)

Die Mutter Butterflys (Sopran)


 

Handlung:

Erster Akt:

Ein amerikanischer Marineoffizier namens Pinkerton hat über Goro ein Haus erworben und  mit diesem Haus das Geisha-Mädchen das jeder Butterfly nennt. Er will mit ihr eine rasche Verbindung eingehen, doch Konsul Sharpless rät ihm davon ab.  Die Hochzeit findet trotz all dem  statt und Butterfly kommt mit ihren  Freunden und Verwandten. Von ihren Dienern wird sie für die Hochzeitsnacht zurechtgemacht, und Pinkerton kann nicht glauben dass dieses Mädchen jetzt ihm gehört.

Zweiter Akt

Pinkerton ist nun seit drei Jahren unterwegs. Er hat Butterfly versprochen zurückzukehren, aber sie zweifelt daran. Sharpless erhält einen Brief von Pinkerton in dem er erklärt, dass er zurück kommt, aber nicht wegen Butterfly. Butterfly weigert sich die Zeilen dieses Briefes so zu interpretieren, denn es gibt einen Sohn. Sie bekommt einen Heiratsantrag von einem reichen Mann namens Yamadori. Diesen lehnt sie jedoch, trotz des guten Rats von Sharpless, ab. Pinkertons Ankunft wird verkündet.

Dritter Akt

Als Pinkerton erst am nächsten Tag auftaucht, ist er nicht allein. Seine neue Frau ist bei ihm und sie wollen das Kind mit nach Amerika nehmen um ihm eine gesicherte Zukunft zu bieten. Nun schenkt sie den Worten des Briefes jeglichen Glauben, zieht sich zurück, und begeht Selbstmord mit demselben Schwert wie ihr Vater.

 

 

Turandot

 

Daten und Fakten:

Vollständiger Name: Turandot

Ort und Zeit: China, Märchenzeit

Originalsprache: Italienisch

Komponist: Giacomo Puccini

Uraufführung: 25.April 1926 in Mailand (Scala)

Librettist: Giuseppe Adami, Renato Simoni

Spieldauer: 105 Minuten (3 Akte)

Personen:


Turandot, Chinesische Prinzessin (Sopran)

Altoum, Kaiser von China (Tenor)

Timur, entthronter Tatarenkönig (Bass)

Kalaf, sein Sohn, Prinz (Tenor)

Liù, Sklavin (Sopran)

Ping, Kanzler (Bariton)

Pang, Marschall (Tenor)

Pong, Küchenmeister (Tenor)

Ein Mandarin (Bariton)

Prinz von Persien (stumme Rolle)

Henker (stumme Rolle)

Wachen, Gehilfen des Henkers, Knaben, Priester, Mandarine, die acht Weisen, Kammerfrauen, Diener, Soldaten, die Menge etc., (Chor)


Handlung:

Erster Akt:

Durch einen Mandarin (einen Beamten im kaiserlichen China) wird dem Volk verkündet, dass die Prinzessin Turandot den ersten Mann heiratet der drei Rätsel löst. Ein Risiko ist jedoch vorhanden. Denn kann er diese nicht lösen, kostet ihm das seinen Kopf. Der Prinz von Persien ist bereits daran gescheitert. Im Lande befindet sich zu dieser Zeit auch der flüchtige Tararenkönig Timur mit seiner Sklvin Liù. Timur verletzt sich und sein Sohn Kalaf eilt ihm zu Hilfe. Als nun bei Mondaufgang der Prinz von Persien zum Schafott gebracht wird, bekommt das Volk Mitleid mit dem Prinzen. Als die Prinzessin erscheint, verliebt sich Kalaf in diese, und möchte sich selbst den drei Aufgaben stellen, obwohl ihn viele davon abhalten wollen.

Zweiter Akt:

Der zweite Akt beginnt mit einer Unterhaltung zwischen den Ministern Ping, Pang und Pong über die Geschichte Chinas  und vom Ursprung bis zu Turandot. Sie beschweren sich über die Grausamkeiten der Prinzessin und träumen von einem sorgenfreien Leben. Plötzlich hören sie von draußen die Schreie des Volkes. Es freut sich schon auf den neuen Anwärter.

Nachdem die Regeln und Gesetze verkündet wurden, versucht selbst der Kaiser Kalaf von seinem Vorhaben abzuhalten. Kalaf schafft es jedoch, zum Erstaunen der Prinzessin, alle drei Rätsel zu lösen. Weil die Prinzessin die Ehe mit diesem Fremdling vermeiden möchte, macht Kalaf ihr ein Angebot: Turandot muss seinen Namen herausfinden. Dann ist es ihr gestattet über sein Leben zu entscheiden.

Dritter Akt:

Auf Befehl der Prinzessin darf niemand schlafen, bis man ihr den Namen des Unbekannten sagt. Kalaf ist siegessicher, doch Timur und Liù wurden am Vortag mit Kalaf gesehen und von den Soldaten gefasst. Liu meint, dass sie die Einzige ist, die seinen Namen kennt, doch Liu wird ihn aus einem Grund nicht preisgeben: Liebe, welche auch die Prinzessin noch kennenlernen werde. Aus Angst, bei der Folter etwas zu verraten, bringt sie sich um. Kalaf und Turandot sind allein und er wirft ihr ihre Grausamkeit vor. Nachdem er sie leidenschaftlich küsste, bricht ihr Widerstand und sie sagt, dass sie ihn vom ersten Moment an liebte. Daraufhin verrät Kalaf der Prinzessin seinen Namen.
Turandot verkündet seinen Namen: Liebe; und die beiden werden glücklich miteinander.