Die Oper von 1750 bis 1800 - Gluck und Mozart

 

Christoph Willibald Gluck

1714 bis 1787 (Wien)

Zählt zu den bedeutendsten Opernkomponisten, schrieb ca. 50 Opern und lebte in seiner zweiten Lebenshälfte in Wien.

Zu seinen wichtigsten Leistungen zählte auch sicher seine Opernreform. Die in der Barockzeit (bis ca. 1750) üblichen Formen der Opera seria und der Opera buffa schienen sich seiner Meinung nach zu sehr vom ursprünglichen Ideal wegentwickelt zu haben. Die Inhalte wiederholten sich ständig und auch die Komik der Opera buffa ließ langsam zu wünschen übrig.

Die Sänger und Sängerinnen waren die uneingeschränkten Stars der Opernbühne und waren mittlerweile so sehr auf freie und improvisierte Verzierungen der Melodieführung verschrieben, dass von der ursprünglichen Melodie oft nichts mehr übrig blieb, sondern nur auf Gesangsvirtuosität Wert gelegt wurde. Gluck wollte Wort und Musik in der Oper wieder gleichwertig machen, die Musik sollte die Dramatik der Handlung unterstützen. Das Ergebnis seiner Ideen waren kurze, liedhafte Gesänge in einer einfachen Form.

Auch das Ballett sollte nach seiner bisher eher repräsentativen Verwendung verändert und folgte einem inhaltlichen Ablauf. In Paris entstand nach Bekanntwerden der neuen Ideen Glucks ein erbitterter Streit zwischen seinen Anhängern und den Anhängern der italienischen Oper.

Wichtiges Werk: Orfeo ed Euridice

Die wichtigsten Opern Mozarts im Überblick:

Der Beitrag „Cosi fan tutte“ wurde gestaltet von David Sallaberger, Salzburg BRG Akademiestrasse 19, 2010-2011 7P Klasse

Così fan tutte

Daten und Fakten:

Vollständiger Name: Così fan tutte o sia La scuola degli amanti (dt. „So machen es alle (Frauen) oder Die Schule der Liebenden“)
Ort und Zeit: Neapel, 18. Jahrhundert
Originalsprache: Italienisch
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
Uraufführung: 26. Januar 1790 im Wiener Burgtheater
Librettist: Lorenzo da Ponte
Spieldauer: ca. 3 Stunden (2 Akte)

Personen:

Ferrando: Tenor, Offizier und Geliebter der Dorabella
Guglielmo: Bariton, Offizier und Geliebter der Fiordiligi
Fiordiligi: Sopran, Geliebte des Guglielmo
Dorabella: Sopran, Geliebte des Ferrando
Despina: Sopran, deren Hausmädchen und rechte Hand Don Alfonsos
Don Alfonso: (Bass-)Bariton, Drahtzieher der Wette
Das Orchester ist mit 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher, Militärtrommeln als Bühnenmusik und Cembalo bzw. Hammerklavier relativ groß besetzt.

Handlung:

I.Akt: Das Stück spielt im Neapel des 18. Jahrhunderts. Ferrando und Dorabella sind ein Paar, ebenso Guglielmo und Fiordiligi. Beide jungen Offiziere rühmen sich, dass ihre Freundinnen ihnen niemals untreu werden kann, und gehen eine Wette mit Don Alfonso ein, welcher von der Untreue aller Frauen überzeugt ist. Während beide Frauen im Garten über ihre Männer schwärmen, eilt Don Alfonso herbei und lügt den beiden vor, dass ihre Männer in den Kriegen ziehen müssten. In einer fingierten Schiffsbesteigung reisen beide Männer ab. Despina, das Hausmädchen, versucht beide Frauen mit Geschichten über überragende Männertreue bei Soldaten auf andere Gedanken zu kommen. Kurze Zeit später kommen beide Männer verkleidet als fremdländische Adelige zurück und versuchen die Freundin des jeweils anderen zu bezirzen. Als dies fehlschlägt, inszenieren sie einen Selbstmord, von dem sie durch einen Doktor (in Wahrheit die verkleidete Despina) „gerettet“ werden. Dorabella und Fiordiligi erklären sich bereit, die beiden Männer gesund zu pflegen.


II. Akt: Die Herzen der beiden Frauen sind für die Fremden längst erweicht, und so „fällt“ Dorabella als Erste. Fiordiligi bleibt zunächst ihrem Guglielmo treu, doch als Ferrando droht, sich zu töten, sollte seine vorgespielte Liebe nicht von ihr erwidert werden, gesteht auch sie ihre Liebe. Eine Doppelhochzeit wird vorbereitet, doch mitten drinnen ertönt Marschmusik und Don Alfonso kündigt die Rückkehr der „Soldaten“ zurück. Ferrando und Guglielmo legen ihre Maskerade heimlich ab und kehren scheinbar unwissend über die Ereignisse zurück. Der bereits unterschriebene Ehevertrag wird ihnen von Don Alfonso zugespielt, und es kommt zu einer großen Eifersuchtsszene, in denen die beiden Frauen ihre Untreue gestehen. Guglielmo und Ferrando wiederum decken den Schwindel auf und sehen ein, dass sie die Wette mit Don Alfonso verloren haben. Am Ende der Oper steht ein Loblied in C-Dur, während sich alle Personen umarmen und lachen.
Vor allem das relativ offene Ende ließ später viel Raum für Spekulationen über die Moral der Oper, doch mittlerweile hat sich die Ansicht, dass man die Liebe nicht auf die Probe stellen solle, durchgesetzt. Damit dient die Oper als Sinnbild für eine naturgegebene Untreue, allerdings auch für die Möglichkeit einer Versöhnung bzw. Wiedergutmachung, über die „wir alle“ zu lachen haben.

 

Der Beitrag „Don Giovanni“ wurde gestaltet von Christoph Bayrhammer,  Philipp Braschel, und Philip Haber, Salzburg BRG Akademiestrasse 19, 2010-2011 7P Klasse

Don Giovanni
Daten und Fakten

Ort und Zeit : Sevilla, Mitte des 17. Jahrhunderts
Originalsprache: Italienisch
Komponist : Wolfgang Amadeus Mozart
Uraufführung : 29. Oktober 1787 in Prag
Librettist : Lorenzo Da Ponte
Spieldauer : ca. 3 Stunden 2 Akte

Personen

Don  Giovanni : ein leichtfertiger Edelmann Bariton: Sopran
Der Komtur : Vater Donna Annas: Bass
Donna  Anna : Verlobte des Don Ottavio Sopran: Sopran
Don Ottavio : Bräutigam der Donna Anna: Bass
Donna Elvira: von Don Giovanni verlassene Dame aus Burgos Sopran
Leporello : Diener Don Giovannis: Bass
Masetto: Bauer, Bräutigam der Zerlina Bass
Zerlina: Bäuerin; Sopran
Chor der Bauern
Diener

Handlung

In der Oper „Don Giovanni“ spielt ein abenteuerlustiger Frauenverfüher namens Don Giovanni die Hauptrolle. Ihm ist kein Aufwand zu groß neue Abenteuer zu finden und am Ende stirbt er wegen seiner unbereuten Taten.

1. Akt:
Don Giovanni versucht verschiedene Frauen zu verführen, wobei er vor keinem Mittel zurückschreckt, auch nicht davor zu morden. Als erstes versucht er Donna Anna zu verführen, wobei dieser Versuch in einem „Kampf auf Leben und Tod“ mit ihrem Vater endet. Donna Anna und ihr Verlobter Don Ottavio wollen den Tod des Vaters rächen. Sein nächstes Opfer ist Donna Elvira, welche er vor deren Hochzeit verließ und die nun auf der Suche nach ihm ist. Als nächstes versucht er eine junge Braut namens Zerlina zu entführen. Nach zahlreichen Komplikationen bei seinen Verführungsversuchen, ist er schließlich gezwungen vor den Rachlüstigen zu fliehen.

2. Akt:
Don Giovanni tauscht mit Leporello die Kleider für seinen nächsten Versuch, bei dem er Donna Elviras Hausmädchen verführen will. Als deren Maskerade aufzufliegen droht entsteht große Verwirrung, welcher Don Giovanni und Leporello aber abermals entkommen können. Später treffen sich beide am Friedhof wo Don Giovanni eine steinerne Statue zum Essen einlädt, die ihn jedoch später auffordert seine Taten zu bereuen. Als er verneint, wird er von Feuerschwaden verschluckt.

Der Beitrag „Die Zauberflöte“ wurde gestaltet von Caroline Braschel und Anna Firsova, Salzburg BRG Akademiestrasse 19, 2010-2011 7P Klasse

Die Zauberflöte

 

Die Zauberflöte ist eine Oper(Singspiele) in 2 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 in Salzburg).

Libretto: Emanuel Schickaneder.

Uraufführung: 1791 im Freihaustheater in Wien.

Dauer: 2½ Stunden, wird auch als Marionettentheater aufgeführt.

Die Originalsprache ist Deutsch und die Charaktere spielen in Ägypten in der Märchenzeit.

 

Personen, Arien und Stimmlagen:

Name:

Stimmlage:

Arie:

 

Sarastro

Bass

In diesen heil‘gen Hallen

 

Tamino

Tenor

Dies Bildnis ist bezaubernd schön

 

Königin der Nacht

Sopran

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen

 

Pamina

Sopran

Ach, ich fühl's, es ist verschwunden

 

Papageno

Bariton

Der Vogelfänger bin ich ja

 

Papagena

Sopran

Papageno, Papagena...

 

Handlung:

1.Akt

Tamino wird von einer Schlange bedroht und fällt in Ohnmacht, woraufhin die drei Damen aus dem Gefolge der Königin das Ungeheuer töten. Papageno erzählt Tamino, dass er die Schlange getötet habe. Der Prinz verliebt sich in Pamina und beschließt sie zu befreien. Papageno wird beauftragt Tamino zu begleiten. Pamina wird von dem Mohren Monostatos gefangen gehalten. Papageno rettet sie als erster und versucht zu fliehen, Sarastro hindert sie jedoch.

Danach treffen Tamino und Pamina aufeinander und verlieben sich sofort ineinander. Doch die beiden werden vorerst getrennt, da Tamino und Papageno einige Prüfungen bestehen müssen.

 

2. Akt

Sarastro bittet die Götter um Hilfe für die Prüfung, während sich Mohr Monostatos in Pamina verliebt und zu Taminos Rivalen wird. Die Königin der Nacht befiehlt Pamina Sarastro mit einem Dolch zu töten, doch diese will sich selbst töten, da sie denkt Tamino liebe sie nicht mehr. Die drei Knaben verhindern dies und erklären ihr, dass Tamino schweigen muss. Nun darf Pamina ihn ihn durch die Prüfung begleiten.
Auch Papagenos Selbstmord verhindern die drei Knaben, indem sie ihn an das Glockenspiel erinnern, wodurch er mit Papagena vereint wird. Inzwischen versucht die Königin der Nacht das Sonnenreich zu überfallen, doch das Gute siegt. Sarastro bringt Pamina und Tamino ins Sonnenreich.

 

 

Der Beitrag „Entführung aus dem Serail“ wurde gestaltet von Rakar Maximilian und Georg Buttinger,  Salzburg BRG Akademiestrasse 19, 2010-2011 7P Klasse

Die Entführung aus dem Serail

Daten und Fakten:

Singspiel, wurde von Wolfgang Amadeus Mozart in deutscher Originalsprache komponiert. Uraufführung: am 16. Juli 1782 in Wien.

Libretto wurde von Gottlieb Stephanie verfasst. (Libretto = Textbuch)

Dauer: ca. 2 ½ Stunden.

Ort und Zeit der Handlung ist die Türkei Mitte des 16. Jahrhunderts.

 

Personen:

Bassa Selim: Sprechrolle

Konstanze: Geliebte des Belmonte, Koloratursopran

Blonde Engländerin: Zofe der Konstanze, Sopran

Belmonte: Spanischer Edelmann, lyrischer Tenor

Pedrillo:  Bedienter des Belmonte und Aufseher über die Gärten des Bassa, Tenor

Osmin: Aufseher über das Landhaus des Bassa, Bass

 

Handlung:

Konstanze, eine junge Spanierin, ihre englische Zofe und  der Diener Pedrillo werden bei einem Piratenüberfall von Konstanzes Verlobten Belmonte getrennt und auf einen Sklavenmarkt entführt. Dort werden sie von Bassa Selim gekauft. Belmonte erhält einen Brief von Pedrillo und kennt dadurch den Aufenthaltsort der Vermissten. Er entschließt sich die Entführten zu retten. Belmonte trifft  Bassa’s Diener Osmin und spricht ihn mehrfach an ohne aber eine Antwort zu erhalten. Darauf hin entfernt sich Osmin und Belmonte trifft auf Pedrillo. Beide planen die Frauen zu befreien. Bassa Selim versucht Konstanzes Herz zu erobern, jedoch vergeblich. Pedrillo rät Bassa Belmonte als Baumeister anzustellen was dieser auch befolgt.

Die Zofe Blonde weist die Annäherungsversuche Osmins zurück und versucht Konstanze zu trösten. Bassa fordert Konstanzes Liebe mit Gewalt. Doch sie widersetzt sich ihm. Pedrillo informiert Blonde, welche seine Geliebte ist, dass Belmonte alles für die Flucht vorbereitet. Osmin wird von Pedrillo zu einer Flasche Wein eingeladen, in der Absicht, betrunken und ausgeschaltet zu werden. Die beiden Paare finden zueinander und fliehen.

Pedrillo und Blonde werden von Osmin gefasst aber auch Belmonte und Konstazne werden zurück gebracht. Bassa will sie zum Tode verurteilen, doch er zeigt sich gütig und schenkt ihnen das Leben. 

 

Quelle: Wikipedia    

 

Der Beitrag „Figaros Hochzeit“ wurde gestaltet von Jakob Gruber, Alexander Sendlhofer, Nico Freidrich, Lucas Weitgasser, Lukas Lengauer,  Salzburg BRG Akademiestrasse 19, 2010-2011 7P Klasse

Figaros Hochzeit

Daten & Fakten:

Uraufführung: Die Hochzeit des Figaro wurde am 1 Mai 1786 im Burgtheater in Wien.

Originaltitel: Le nozze de Figaro, basierend auf der Literarischen Vorlage der italienischen Komödie „La Folle Journée ou le Mariage de Figaro“, auf Deutsch „Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro“  und wurde Original auf italienisch aufgeführt.

Libretto:  stammt von Lorenzo da Ponte und die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Dauer:  etwa 3 ½ Stunden und war in Wien nur kurz erfolgreich. Einen richtigen Erfolg hatte Mozart damit erst in Prag, woraufhin er auch den Auftrag für Don Giovanni bekam.

 

Personen und Stimmlagen:

Figaro:            Kammerdiener des Grafen    Bassbariton

Susanna:         Kammerzofe der Gräfin                    Sopran

Contessa d'Almaviva: Gräfin Rosina Almaviva         Sopran

Conte d'Almaviva:      Graf Almaviva                        Bariton

Cherubino:      Page                                       Mezzosopran

Don Basilio:    Musikmeister                         Tenor

Dr. Bartolo:     Arzt, ehemaliger Vormund von Rosina         Bass

Marcellina:     Beschließerin                         Mezzosopran



Handlung:
Alles beginnt am Morgen des Hochzeitstages von Figaro, dem Kammerdiener des Grafen Almaviva, der die Zofe Susanne heiraten möchte. Figaro weiß nicht, dass auch der Graf die schöne Susanne begehrt. Von nun an bestimmen allerlei Liebeswirren das Stück. Der Graf setzt alles daran Susanne zu erobern. Seinen Intrigen kommen die Ziele zweier weiterer Akteure, des Arztes Dr. Bartholo und seiner Wirtschafterin Marceline, entgegen, die allerdings ihre ganz eigenen Absichten verfolgen: die ältliche Marceline drängt Figaro, ihr gegenüber ein noch nicht verjährtes Heiratsversprechen einzulösen, Dr. Bartholo will sich an Figaro für dessen Rolle bei der Entführung der jetzigen Gräfin, seines damaligen Mündels "Rosine", rächen (siehe Der Barbier von Sevilla). Der etwas naive Page Cherubino schließlich, eine weitere Hauptperson, flirtet mit allen weiblichen Wesen in seiner Nähe, selbst mit der Gräfin, seiner Patin. Zahlreiche Intrigen Figaros und kluge Listen seitens der Frauen führen schließlich nach vielen Verwicklungen zum Ziel. Am Ende ist der Graf der Blamierte und bittet seine Gemahlin um Vergebung.

 

Quelle:wikipedia.org