Dieser Beitrag wurde von Maria Dinh und Katharina Kopf gestaltet. Schülerinnen des BRG Salzburg Akademiestraße 19, Schuljahr 2010-2011

Koyaanisqatasi

 

Koyaanisqatasi ist der 1982 erschienene erste Teil einer Trilogie von Godfrey-Reggio. Der Film befasst sich mit dem Eingriff des Menschen in die Natur und der menschlichen Lebensweise.

Der Titel stammt aus der (mündlich überlieferten) Sprache der Hopi-Indianer und bedeutet soviel wie „Leben im Ungleichgewicht“.

Im gesamten Film wird nicht gesprochen, lediglich die stimmungswechselnde Musik von Philip Glass unterstreicht die aneinander montierten Bildsequenzen. Weiters gibt es keine einzelnen Charaktere, es werden allerdings immer wieder einzelne Individuen in den Menschenmassen  herausgearbeitet.

 

Die  Musik basiert  auf einfachen Akkorden und Dreiklangszerlegungen. Diese werden von  Soloinstrumenten und auch dem gesamten Orchester gespielt.  Diese „Patterns“ werden in sich ständig wiederholt und nur minimal verändert..

 

Das Bildmaterial für den Film wurde über 7 Jahre gesammelt. Darüber hinaus wurde auch Archivmaterial verwendet. Am Anfang und am Ende sieht man den  Start einer Saturn-V-Rakete der Apollo-12-Mission und eine explodierende und herabstürzende (unbemannten) Atlas B Rakete.

Eindrucksvoll sind die Szenen von Pruii-Igoe: Dies war ein städtisches Wohnungsbauprojekt in St. Louis, Missouri. Es wird in den USA häufig als Beispiel für Fehlschläge im sozialen Wohnungsbau und der Stadterneuerung verwendet. Man sieht hier die Sprengungen der Gebäude und deren Zusammenstürzen.

Powaqqatsi (1988) und Naqoyatsi (2002) sind die beiden Fortsetzungen von Koyaanisqatsi.

 

Die Musik wurde von Philip Glass, einem amerikanischen Musiker und Komponisten, komponiert. Zusammen mit einigen andern gilt er in der Minimal Music als einer der wichtigsten Kompnisten der Gegenwart.

Er wurde am 31.Januar 1937 in Baltimore geboren und studierte in New York und Paris. Durch eine Begegnung mit Ravi Shankar lernte er die indische Musik kennen. Reisen nach Indien und Afrika folgten.
Zurück in New York wandte er sich von seinem bisherigen  konventionellen Kompositionsstil ab und gründete einen eigenen Klangkörper für seine inzwischen der sogenannten Minimalmusic zugerechneten Werke, das "Philip Glass Ensemble". Seinen "Durchbruch" hatte er 1976 mit der Oper "Einstein on the Beach", die in Zusammenarbeit mit Robert Wilson entstand und bis heute als Meilenstein in der Entwicklung der modernen Oper gilt. 

 

 

Szenen – Bilder, Ansichten

Stimmung Musik

Wandmalerei, Raketenstart

Düster, unheimlich, furchteinflößend

Trockene Landschaft in USA (Canyon, Monument)

ruhig

Wolken, Wasserfall

Schnell, hektisch, unruhig

Über dem Regenwald

Schnell

Produktion, Pipeline, Stromleitungen, Sprengungen

Bedrohlich, danach schneller

Sonnenbaden beim Atomkraftwerk, Flieger

himmlisch

Autobahn

fröhlich

Militärtransportmittel

Flott

Großstadt, Trümmer

Stille

Häuserblocks, die gesprengt werden

gefährlich

Menschenmassen

beruhigend

Stadt bei Nacht, Mondaufgang

Einschläfernd

Autobahn bei Nacht Zeitraffer

hyperaktiv

Rush Hour, Fabrik

Lustig, schnell

Games, Unterhaltungsprogramm

hektisch

Satellitenbilder mit Computerhardware geschnitten

ruhig

In den Ghettos

tragisch

Raketenstart

Düster, unheimlich, furchteinflößend

 

Quelle: Wikipedia