Die  Zauberflöte

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Text von Emanuel Schikaneder

 

1.      Akt

 

Im Reich der Königin der Nacht wird der Königssohn Tamino von einer riesigen Schlange bedroht und fällt in Ohnmacht („Zu Hilfe, zu Hilfe!“) Drei Damen aus dem Gefolge der Königin toten das Untier („Stirb, Ungeheuer, durch unsre Macht!“) und melden ihrer Herrin die Ankunft des schönen Jünglings.

Inzwischen lässt der Vogelmensch Papageno (Arie: „Der Vogelfänger bin ich ja ) den wieder erwachten Prinzen in dem Glauben, dass er die Schlange gelotet habe, und er wird für diese Luge von den drei Damen mit einem Schloss vor dem Mund bestraft. Dem Prinzen überreichen sie ein Bildnis, auf dem Pamina, die Tochter der Königin der Nacht, zu sehen ist Tamino verliebt sich sofort in das reizende Mädchen (Arie: „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“). Als er von der Königin der Nacht selbst erfährt, dass Pamina ihr entrissen und entführt“ worden sei (Arie: „Oh zittre nicht, mein lieber Sohn!“), beschließt er sofort, sie zu befreien. Papageno, dem inzwischen das Schloss vom Mund entfernt wurde, wird beauftragt, den Prinzen zu begleiten. Zauberinstrumente sollen die beiden auf ihrer gefahrvollen Reise beschützen. Tamino erhält eine Zauberflöte, Papageno ein Glockenspiel Drei Knaben werden den Männern den Weg zum Palast des Sarastro, Paminas Entführer, weisen.

Papageno wird vorausgeschickt („Wo bin ich wohl?“) und findet auch als erster Pamina (Duett: „Bei Männern, welche Liebe fühlen, . „). Sie wird von dem Mohren Monostatos gefangen gehalten. Nachdem es Papageno mit Hilfe seines Glockenspiels gelungen ist, den Mohren und sein Gefolge zu vertreiben („Das klinget so herrlich“) will er mit Pamina fliehen. Sarastro, der Oberpriester des Sonnenreiches, in dem Weisheit, Natur und Vernunft die Menschen leiten sollen, hindert nun Pamina und Papageno an der Flucht. Es stellt sich heraus, dass Sarastro Pamina nur deshalb entführen ließ, um sie dem unheilvollen Einfluß ihrer Mutter zu entziehen

Inzwischen hat auch Tamino den Weg zu Sarastros Tempel gefunden. Er erfährt, daß Pamina noch lebt und unter dem Schutz Sarastros, des Oberpriesters, steht. Durch das Spiel seiner Zauberflöte versucht er, sie zu finden. („Wie stark ist nicht dein Zauberton, . .“) Tamino begegnet Pamina erstmals, und die beiden gestehen einander sogleich ihre große Liebe Doch werden sie vorerst getrennt, denn Tamino und Papageno müssen erst noch einige Prüfungen über sich ergehen lassen, um in das Sonnenreich aufgenommen zu werden (,.Führt diese beiden Fremdlinge in unsern Prüfungstempel ein, . „). Dabei sollen die beiden Männer Standhaftigkeit, Duldsamkeit und Verschwiegenheit beweisen.

 

2.      Akt

Sarastro hat seine Priester im Weisheitstempel von der Ankunft der Fremdlinge informiert Er bittet die Götter um Hilfe für die bevorstehenden Prüfungen (Arie: „O Isis und Osiris. . „).

Der Mohr Monostatos ist Taminos Rivale Er hat sich in Pamina verliebt und drückt seine Gefühle in einer Arie aus („Alles fühlt der Liebe Freuden . .’)

Da erscheint die Königin der Nacht. Sie ist wütend, weil Tamino sich ihrem Feind Sarastro zugewandt hat, und reicht Pamina einen Dolch mit der Aufforderung, Sarastro damit zu töten (Arie: „Der Hölle Rache . . „). Sarastro hat alles gehört, aber auf Paminas Bitten verzeiht er großmütig (Arie: „In diesen heilgen Hallen .“).

Da Tamino mit niemandem sprechen darf, glaubt Pamina, er liebe sie nicht mehr (Arie: „Ach, ich fühl’s„).  Daher will sie sich mit dem Dolch ihrer Mutter selbst töten, was im letzten Moment von den drei Knaben verhindert wird. Sie erklären Pamina, daß Tamino schweigen mußte, sie aber immer noch über alles liebt Pamina darf nun Tamino auf seinem weiteren Prüfungsweg durch das Feuer und das Wasser begleiten. Die Zauberflöte beschützt die beiden vor allen Gefahren, und sie bestehen die Prüfungen („Ihr Götter, welch ein Augenblick!“).

Papageno ist im Gegensatz zu Tamino ein sehr einfacher Mann. Er halt nichts von Prüfungen und Tempelweihen, er kann auch überhaupt nicht schweigen und wünscht sich nichts sehnlicher als ein angenehmes L eben und ein „Mädchen oder Weibchen“ (Arie). Aber noch darf er Papagena, die in Sarastros Reich lebt und für Papageno bestimmt ist, nicht umarmen, weil er ihrer noch nicht würdig ist. Da er glaubt, sie durch seine Schwatzhaftigkeit endgültig verloren zu haben, will er sich erhängen, und auch hier sind die drei Knaben als Helfer zur Stelle. Sie erinnern ihn an das Glockenspiel mit seiner Zauberkraft, und nun endlich werden Papageno und Papagena vereint (Duett, Pa Pa-Pa“)

Inzwischen hat die Königin der Nacht versucht, das Sonnenreich zu überfallen.. Doch kann sie gegen die Macht des Guten nichts ausrichten und stürzt mit ihren Anhängern und ihrem Palast in die ewige Nacht. Sarastro fuhrt Pamina und Tamino in sein Sonnenreich ein (Chor: „Heil sei euch Geweihten!“)