DIE PERSONEN DER HANDLUNG

Zach               Regisseur

Larry               Regieassistent

 

Die engere Ballettauswahl:

 

Cassie           will Job in Gruppe, Exfreundin von Zach

Morales          Puertoricanerin, Lied vom Schauspiellehrer

Sheila             älter als die anderen Mädchen, hat Tochter

Maggie          von Eltern vernachlässigt, „Everything was beautiful at the Ballet“

Paul                Kellner, hatte Knieoperation, verletzt sich beim tanzen

Greg               schwul

Bebe                          Tits and Ass“

Al + Kristine   jung, naiv

Mark               Transvestitenshow

Mike               Stepnummer „I can do that“, besser als Schwester

Richie             schwarz

DON, CONNIE BOBBY JUDY VAL DIANA

Nach dem Vortanzen scheiden aus:

VlCKI  LOIS   TRICIA  BUTCH  ROY  TOM  FRANK      

 

 

A CHORUS LINE

Idee und Originalproduktion inszeniert und choreographiert von MICHAEL BENNETT

 

Buch James KIRKWOOD & NICHOLAS DANTE

Musik MARVIN HAMLISCH

Liedtexte EDWARD KLEBAN

Co-Choreogrophie BOB AVIAN

 

nachinszeniert BAAYORK LEE nach der Originalregie von Michael Bennett und der Originalchoreographie von Michael Brennett, und Bob Avian..

 

Deutsch von MICHAEL KUNZE

Bühnenbild ROBIN WAGNER

Bühnenbildassistenz nach dem Original: ARTHUR SICCARDI

Kostüme THEONI V. ALDREDGE

Kostümassistenz nach dem Original: ALYCE GILBERT

Lichtregie THARON MUSSER

Lichtdesign nach dem Original: STEVEN GERRI

 

Orchestrierung von BILL BAYERS, HERSHY KAY &JONATHAN TUNICK

 

Musikalische Einstudierung und Beratung: ALBIN KONOPKA

Musikalischer Direktor CASPAR RICHTER

Dirigenten CASPAR RICHTER / HERWIG GRATZER / WALTER LOCHMANN

Toneinrichtung FELIX RAUSCH

Dance ( und Choreographie Assistenz: LAUREN EAGER

Co-Assistenz KLAUS STAUFFER

 

Die Originalproduktion wurde in den USA und Canada in der Inszenierung von Michael Bennett und in einer Co-Produktion von Joseph Papp gemeinsam mit dem

New York Shakespeare Festival und Plum Produktions herausgebracht.

Dauer der Aufführung:  2 Stunden Ohne Pause

Aufführungsrechte Vereinigte Bühnen Wien Ges m. b H

 

A CHORUS LINE, Attenboroughs Musicalverfilmung

 

Musicalverfilmungen gehören zu den schwierigsten Aufgaben, vor die Regisseure gestellt werden können. Richard Attenborough wurde die Umsetzung von  „A Chorus Line“ angeboten, nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolges seines „Gandhi“ Streifens. Obwohl Attenborough bereits mit den Vorbereitungsarbeiten für einen Film über den südafrikanischen Freiheitskämpfer Steve Biko begonnen hatte — „Cry Freedom“ kam schließlich Ende 1987 in die US-Kinos willigte er ein, das erfolgreichste Musical der Broadway-Geschichte für das Kino umzusetzen.

 

Am 25. Juli 1975 fand die Premiere des Musicals von Regisseur und Choreograph Michael Bennet statt. Seither läuft „A Chorus Line“ immer noch —länger als jedes andere Musical der Theatergeschichte.

 

Die Auswahl

„A Chorus Line“ handelt von der Besetzung einer Musicalproduktion. Acht Tänzer, vier Burschen und vier Mädchen, werden für die Revuetruppe, die im Hintergrund tanzen soll. ausgesucht.

Der allgewaltige Zach, Choreograph und Regisseur entscheidet. Es kommt zu einem Vortanzen und einer Vorauswahl.

16 Kandidaten bleiben übrig — und Zach, in der Musical-Bühnenversion stets unsichtbar im Hinter-

grund, tritt im Film auch in Aktion. Er kommt zur Sache: Mehr als nur geglückte Tanzschritte sind gefragt: die Kandidaten sollen aus ihrem Leben erzählen und ihre Persönlichkeit offenlegen.

 

„A Chorus Line“ schildert ein Pendeln zwischen Illusion und Realität. Die Illusion: Jeder kann es schaffen, eine Neuauflage des amerikanischen Traums. Die Realität: Nur acht kommen durch.

 

Geschichte des Musicals

Musical bedeutet die Integration von musikalischen Teilen, meist Liedern, in eine Spielhandlung. In der Frühzeit des Films drängten Broadway-Künstler zum Film, viele konnten den Anforderungen des Films jedoch nicht entsprechen. Deshalb war Hollywood von Anfang an auf eigene Talente angewiesen für das ,.Filmmusical“—das eine amerikanische Domäne blieb.

Dann aber kamen Fred Astaire und Ginger Rogers. Mit ihnen wurde das eigenständige Filmmusical

in den 30er und 40er Jahren groß.

 

Es war auch die Zeit des Choreographen Bushy Berkely, von Regisseur Vincente Minnelli  ("Ein Amerikaner in Paris“1951). Gene Kelly („Singin' in the Rain", 1953) und Judy Garland ("The Wizard of Oz", 1939), „Ziegfield Follies", 1946).

Ende der 50erJahre kehrte Hollywood angesichts explodierender Kosten reumütig dazu zurück, Broadway-Stücke umzusetzen. „Oklahoma“und „South Pacific“waren jedoch Mißerfolge.

Große Filmmusicals blieben fortan Mangelware. „West Side Story“(1961), „My Fair Lady“(1964) und „Sound of Music“(1965) beendeten diese große Musical-Ära. Letztes Aufbäumen: Bob FossesCabaret“(1972).

 

Vom Darsteller zum Regisseur

Richard Attenborough, 1933 in Cambridge gcboren, machte zunächst als Schauspieler Karriere — sowohl beim Film als auch auf der Bühne.

Nach dem Krieg drehte Attenborough ziemlich wahllos. Erst in den 50er Jahren begann er, sich als Schauspieler ernsthaft weiterzubilden. Dieser Reifeprozeß ging Hand in Hand mit den ersten eigenen Filmproduktionen sowie Engagements in amerikanischen Streifen.

 

In der Folge drehte er für Regisseure wie John Sturges, Robert Wise, Robert Aldrich (.,Flug des Phoenix", 1965) und Otto Preminger („Unternehmen Rosebud").

Seine erste Regie führte Attenborough 1969 bei der Filmrevue „Oh! What a lovely War!“Später drehte er den Kriegsfilm ..“Die Brücke von Arnheim" (1977) und den Psychokrimi „Magic“(1978).

 

Als sein Lebenswerk sieht Attenborough den biographischen Spielfilm über den indischen Nationalhelden und Propheten der Gewaltlosigkeit, Mahatma Gandhi, an. An dieser Produktion hatte Attenborough insgesamt 20 Jahre gearbeitet.

 

Michael Douglas spielt „Zach"

Auch für die Verfilmung der „Chorus Line “wurden Vortanzen arrangiert, in New York und Los Angeles. „Nachdem wir über dreitausend Tänzer gesehen hatten~ waren wir schließlich bei 400 angelangt, von denen wir 120 für die große Eingangssequenz auswählten", berichtet Attenborough.

Als Choreograph war zuvor Jeffrey Hornaday verpflichtet worden, der bei „Flashdance“für rasante Tanzszenen gesorgt hatte.

Für die Rolle des Zach wurde Michael Douglas gewonnen. Der Sohn des Hollywood-Haudegens

Kirk Douglas hatte seine Karriere beim Fernsehen begonnen („Die Straßen von San Francisco"), machte auf der Filmszene mit der Koproduktion von „Einer flog über das Kuckucksnest“( 1975) Eindruck, bevor ihn Filme wie „China Syndrome“ (1978) und die Abenteuerstreifen „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten") (1984 ) und  „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“(1986) auch zu einem Kinostar machten.

Die Ausstrahlung des 1985 fertig gestellten Streifens „A Chorus Line“ist nur der Auftakt: Noch dieses Frühjahr wird Douglas in zwei wichtigen Spielfilmen im Kino zu sehen sein: In Adrian Lynes Thriller „Eine verhängnisvolle Affäre“(mit Glenn Close) und in Oliver Stones Finanzmaklerstreifen „Wall Street“ (mit „Platoon-Held Charlie Sheen).

Das Musical „A Chorus Line", für dessen Filmfassung Marvin Hamlish zwei neue Lieder schrieb, ist sogar auf dem kleinen Fernsehschirm ein Erlebnis, obwohl die Wucht und Dynamik der Tanznummern leider nicht adäquat zur Wirkung kommen.

 

Pierre A.Wallnöfer    SN